asiagourmet

Vietnamesisches Familiengeschäft mit Sitz in Berlin feiert Jubiläum

Am 15. August ist Pham Quang Thao mit seinen asiatischen Quickservice-Betrieben in Deutschland exakt 20 Jahre im Geschäft. Über 35 an der Zahl sind es aktuell, die Mehrzahl davon im Großraum Berlin. Wenn 2011 der neue Hauptstadt-Airport BBI eröffnen wird, offeriert asiagourmet im Foodcourt (airside) ebenfalls seine Schnelldreher.
Man hat sich mit dieser Formel für das Projekt qualifiziert, das macht den in Ho Chi Minh City geborenen Unternehmer stolz. Er kam zu DDR-Zeiten nach Europa und hat sich sofort nach der Wende selbständig gemacht. Los ging’s 1990 mit einem Verkaufscontainer in Berlin-Karlshorst. Das erste Produkt trug den Namen Chinapfanne und war schnell richtig beliebt. Pham Quang Thao: „Unsere Betriebe brauchen Hochfrequenzstandorte, seit Mitte der 90er Jahre expandieren wir hauptsächlich in Shoppingzentren und an Verkehrsknotenpunkten. Die ECE und die Bahn sind unsere wichtigsten Vermieter.“

Und vietnamesische Landsleute sind seine Franchisepartner. Alles funktioniert mit diesem Lizenzsystem. Gut 30 qm haben die kleinsten und über 200 qm Fläche die größten Einheiten, saubere Luft sei das A und O. Anfangs bekamen alle Imbisse den Namen Asia-Snack (Signalfarben Rot und Gelb), dann kam ein auf den Namen Thai-Nippon-Bar getauftes Konzept dazu, außerdem eine Sushi-Formel – und seit 2004 nun setzt Pham Quang Thao auf die Bezeichnung asiagourmet mit Grün als Schwerpunktfarbe. Warum? „Unsere jüngsten Eröffnungen kommen wertiger daher. Der Kunde von heute will anspruchsvolles Design, auch wenn die Portion Essen weniger als 6 € kostet.“

Das Standardsortiment ist pan-asiatisch mit chinesischen, thailändischen, japanischen und vietnamesischen Schwerpunkten. In aller Regel etwas Fleisch, viel Gemüse und dazu Nudeln oder Reis. Die für die Rezepturen erforderlichen Saucen verstehen sich als Systemgeheimnis und werden den Franchisenehmern fertig angeliefert. Zwar sieht das Angebot heute sehr viel differenzierter aus als früher, doch die Bestseller gibt’s schon lange. Und das sind Gemüse-Pfanne (4,00 €), Laksa, eine malaysische Reisnudelsuppe (5,50), knusprig gebratenes Entenfleisch auf Blattgemüse mit verschiedenen Saucen zur Wahl (6,90) sowie Red-Curry-Chicken (5,50).

Natürlich fehlt im Suppensortiment auch nicht das vietnamesische Nationalgericht, die Pho. Eine Reisnudelsuppe mit mariniertem Rindfleisch, Sojasprossen und vielen frischen Kräutern. „Allerdings hier in Deutschland noch immer eher ein Geheimtipp als ein Bestseller.“ Wer vor Ort isst, bekommt sein Gericht auf schönem Porzellan serviert, das sei ebenfalls wichtig, so der Unternehmer. Doch Take away ist Trumpf und gute Verpackungen sind und werden immer mehr ein Muss.

Das Standort-Spitzentrio an den Umsätzen gemessen: Shoppingcenter Potsdamer Platz Arkaden, Berlin, Hbf Berlin (im Sommer) sowie Hbf Frankfurt. Insgesamt dürften die gut 35 Einheiten 10-12 Mio. € umsetzen, die Top 3 wahrscheinlich über das Doppelte vom Durchschnitt.



Pham Quang Thao gehört auf seinem Sektor gewiss zu den erfahrensten Anbietern in Deutschland. Und wahrscheinlich ist er auch der Pionier in Sachen pan-asiatische Imbisse. Doch so genau weiß das keiner. Er und seine Frau (rezept-verantwortlich) wollen sich lieber auf die Zukunft stürzen, statt die Vergangenheit zu analysieren. Zu wenig Zeit! Jetzt, am 15. August, wird zusammen mit langjährigen Mitarbeitern und Franchise-Partnern zuerst einmal Geburtstag gefeiert. Denn 20 Jahre Erfolg, das ist schon was, egal wo auf der Welt!

Stopp, fast vergessen: Die Familie nennt auch in der Hauptstadt von Vietnam, in Hanoi, einen Betrieb ihr eigen. Dort allerdings wird Thai-Food mit deutschen Elementen angeboten. „Damit haben wir in Hanoi mehr Alleinstellung, sind also wettbewerbsstärker als mit heimischer Küche, welche hunderte, ja tausende Kleinstbetreiber gut, bis sehr gut anbieten.“ So ist es fast selbstverständlich, dass der Wahlberliner außerdem Lebensmittel im- und exportiert, ganz nach Bedarf.

www.asiagourmet.de


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