Oliva

Vitaminspritze für den Döner

In neun Filialen in München (5), Linz (3) und Barcelona (1) kombiniert Inhaber Ali Alkan erfolgreich türkische und italienische Speisen. Trotz großer Vielfalt gibt es eine eindeutige Nummer 1: Mit 70% Umsatzanteil liegt der Döner unangefochten an der Spitze.

Pizza und Pide, Pasta und Lahmacun, Döner und Salate, Scampi und Steak vom Grill – Das Sortiment der Oliva-Outlets ist breit aufgestellt. „Welches Angebot am jeweiligen Standort gut läuft, dafür haben wir mittlerweile das richtige Bauchgefühl“, sagt Inhaber Ali Alkan. Im Untergeschoss der U-Bahn-Station Münchner Freiheit, wo es die Passanten eilig haben, sind Pizzastücke der Renner, in den österreichischen Filialen dagegen entwickelt sich vor allem die Pastatheke zum Erfolg. Im größten Oliva-Restaurant mit 60 Sitzplätzen im Einkaufszentrum Lentia-City in Linz werden sogar Steaks (18,50 €) und Shrimps gegrillt.
Vor neun Jahren tauschte Alkan acht Imbisswägen gegen einen festen Standort ein und eröffnete im Terminal 2 des Münchner Flughafens das erste Oliva. Mit durchschnittlich 1.000 Gästen am Tag und Öffnungszeiten von 6.30 Uhr bis 24.00 Uhr ist die erste Filiale der Kette auch heute noch die umsatzstärkste. Der Durchschnittsbon am Flughafen bewegt sich zwischen 6,50 € und 7 €, in der Münchener Innenstadt liegt er bei ca. 5 €. Besteller am Flughafen sind Döner und Pide. 5,50 € kostet ein Menü (Döner plus Getränk).

„Unser Erfolgsgeheimnis liegt im Auftritt“, sagt Alkan. „Das Erste, was der Gast wahrnimmt, ist Frische – Salate und Gemüse. Das Dönerfleisch steht eher im Hintergrund.“ Bei den Bestellungen liegt die türkische Erfolgsspeise trotzdem ganz vorn. Vielleicht auch, weil Oliva-Chef Alkan mit seinen Dönern, die es wahlweise mit Rucola, Feldsalat, Kirschtomaten oder Hähnchenfleisch gibt, einen Imagewechsel – weg von der fleischlastigen Kalorienbombe – geschafft hat. „Bei uns essen Menschen Döner, die sonst nie Döner essen würden“, ist er überzeugt. Da, wo der Döner Seite an Seite mit Salat und frisch zubereiteter Pasta verkauft wird, tun sie es.

Imagefördernd für den Döner dürfte auch das hochwertige Einrichtungskonzept der Oliva-Filialen sein. „Wir investieren etwa 400.000 € in jeden neuen Laden“, sagt der Inhaber. Viel Holz, Naturtöne und dazu moderne Designermöbel sind das Markenzeichen von Oliva.

Neun Filialen zählt Oliva mittlerweile, fünf in München, drei in Linz und eine in Barcelona. Die größte Filiale hat 160 qm, die kleinste gerade einmal 18 qm. Vier weitere Outlets sollen bis 2013 hinzukommen. „Langsam und sicher weiterwachsen“, lautet Alkans Devise für die Zukunft. In Deutschland soll Oliva bald auch außerhalb Münchens expandieren. Personalsorgen kennt der in der Türkei geborene Unternehmer nicht. 70 Mitarbeiter beschäftigt Alkan in München, weitere 60 sind es in Österreich. Oliva ist ein echtes Family Business. Die Leitung der neun Oliva-Filialen liegt komplett in den Händen seiner Verwandtschaft. Neun Neffen hat Alkan bereits ins Unternehmen geholt, neun weitere hat er noch in der Hinterhand.

www.meinoliva.de


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