Vogelgrippe

WM Catering geht auf Nummer sicher

Auf Grund der Ausbreitung der Vogelgrippe auch in Deutschland hat das WM-Organisationskomitee reagiert und sämtliche Geflügelprodukte vom Speiseplan für die Fußballweltmeisterschaft 2006 gestrichen. „Schon Ende Dezember haben wir uns im Public Catering-Bereich gegen Geflügel entschieden, für die Verköstigung der FIFA Ehrengäste fiel die Entscheidung, als es in Deutschland die ersten Vogelgrippefälle gab“, erklärt Urs Bischof, Abteilungsleiter Hospitality im OK. „Wir haben vorbeugend gehandelt um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.“ Die Entscheidung musste rechtzeitig fallen, da noch keine Verträge mit Geflügel-Lieferanten unterschrieben, noch keine Speisekarten gedruckt sind.



Auch Carsten Oellerich, Head of Catering beim Hospitality-Vermarkter iSe, geht kein Risiko ein und hat die vier von ihm beauftragten Caterer um neue, geflügelfreie Menüvorschläge gebeten. Käfer, Kofler, Haberl und Stockheim weichen stattdessen auf Fisch, Krustentiere und Wild aus. „Die Umstellung war relativ unproblematisch, da der Geflügelanteil sowieso nur etwa 15 % der Menüs umfasste“, so Oellerich. Das Volumen für das Hospitality Catering beträgt knapp 350.000 Tickets.



Im Public Catering waren eigens Geflügel Hot Dog und Putenschnitzel eingeplant, um auf die Religionszugehörigkeit der aus aller Welt anreisenden Fußball-Fans Rücksicht zu nehmen. Dieses Angebot wird nun verändert und es werden voraussichtlich Rindswurst, Rinderhacksteak und vermehrt vegetarische Gerichte auf dem Programm stehen. Man muss es immer wieder sagen: Für Menschen besteht nach allen bisherigen Erkenntnissen beim Verzehr von gegartem Geflügel keine Gefahr, sich mit dem Vogelgrippevirus anzustecken. Die Maßnahmen von FIFA und iSe verstehen sich als reine Vorsicht, um Angstgefühlen der Gäste und einem möglichen Imageschaden durch negative Berichterstattung über die Vogelgrippe und rückläufige Geflügel-Absatzzahlen vorzubeugen.



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www.ise-hospitality.com
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