Hotelmarkt Europa

Weiterhin Optimismus bei Investoren

Im Dezember vergangenen Jahres befragte die Jones Lang LaSalle GmbH zum neunten Mal in Folge rund 2.000 Investoren nach Ihrer Einschätzung der Zukunftsaussichten für den europäischen Hotelmarkt. Das Ergebnis zeigt Optimismus bei den Investoren.



Kurz- bis mittelfristig wird eine Verbesserung der Performance für die Hotelmärkte in Edinburgh, Paris, London und Prag erwartet. Als kurzfristig negativ wird laut Investorenumfrage die Hotelperformance in den europäischen Städten Warschau, Kopenhagen, Barcelona und in den deutschen Städten Berlin, Düsseldorf und Frankfurt beurteilt. Christoph Härle, Leiter Jones LaSalle Hotels Deutschland, nennt folgende Gründe für die schlechten Erwartungen hinsichtlich der Situation im Hotelmarkts bei den Investoren für die deutschen Standpunkte: „Berlin hat mit einem Überangebot zu kämpfen, Düsseldorf ebenfalls mit einem weiter wachsenden Angebot in der Pipeline, und Frankfurt leidet derzeit an dem noch limitierten Geschäftsreiseverkehr, der anhaltenden Preissensibilität der Unternehmen und der fehlenden Wochenendauslastung.“ Laut der Umfrage stehen Wien und Moskau an der Spitze des Aufschwungs. Die russische Hauptstadt hat im vergangenen Jahr ein deutliches Wachstum im Room Yield-Bereich (Zimmerpreis x Belegung) gezeigt. In Wien ist zum zweiten Mal in Folge die Nachfrage deutlich gestiegen. Elf Hotelmärkte befinden sich in der frühen Aufschwungphase, darunter London, Paris, Prag und Rom. Die Hotelmärkte in Barcelona, Berlin, Birmingham, Budapest, Köln, Madrid, Mailand und an der Französischen Riviera haben derzeit die Talsohle erreicht.



Die Europäischen Hotelinvestment-Renditen sind seit den vergangenen drei Jahren weltweit am niedrigsten und liegen zwischen 6,6 und 9 Prozent. Dies bestätigt die Meinungsumfrage, bei der die Renditeerwartung der Investoren bei durchschnittlich 8,3 Prozent liegt. Höhere Renditen werden allerdings in Moskau (13,2 Prozent) und in Warschau (11 Prozent) erwartet.



Laut der Jones Lang LaSalle Hotels GmbH werden vor allem Akquisitionen in Wien, Stockholm oder Paris gewünscht. An diesen Standorten zeigen mehr als 50 Prozent der Investoren Interesse an Hotelimmobilien, so das Ergebnis der Umfrage im Dezember 2004. Im Vergleich zur vorangegangenen Umfrage macht sich verstärkt die Akquisitions-Strategie „Hotelimmobilie halten“ bemerkbar. Diese Entwicklung trifft auf die Städte Berlin und Prag zu sowie auf Hotelmärkte an der Französischen Riviera, wo die Verantwortlichen der Meinungsumfrage mit einer Erholung des Marktes rechnen.

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