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Wenig Pausenmilch an deutschen Schulen

„Die Milch macht’s“ – Diesen Werbeslogan können nur 58 Prozent der deutschen Schüler in ihren Unterrichtspausen umsetzen. Auch an Schulen mit einem Milchverpflegungsangebot nimmt nur jedes dritte Kind regelmäßig das flüssige Nahrungsmittel zu sich.
Diese Ergebnisse gehen aus einer Erhebung zur Verpflegung von Grundschülern mit Schulmilch hervor. Sie wurde anlässlich des Weltschulmilchtages von der Gesellschaft für Sozialforschung Forsa für den Verpackungshersteller Tetra Pak durchgeführt. Für die repräsentative Umfrage wurden Mitte September 2010 insgesamt rund 500 Eltern von Grundschulkindern zur Verpflegung ihrer Kinder an Schulen befragt. Die Befragung zeigt eine große Diskrepanz zur Wertschätzung der Milch als gesundes Lebensmittel. 93 Prozent der Befragten halten sie für ein gesundes Lebensmittel und zwei Drittel erachten Milch sogar als leistungsfördernd.
Bei der Schulmilch gibt es ein deutliches Ost-West-Gefälle. Im Vergleich zu den alten Bundesländern ist das Schulmilchangebot in Ostdeutschland höhere und beliebter. Insgesamt knapp zwei Drittel der befragten Ostdeutschen geben an, dass an der Schule ihrer Kinder Pausenmilch angeboten wird – im Westen sind es nur 57 Prozent. Auch die Akzeptanz ist bei ostdeutschen Grundschülern größer. Laut den Aussagen der Eltern nehmen 46 Prozent das Schulmilchangebot an. In den alten Bundesländern sind es lediglich 27 Prozent.
Der Weltschulmilchtag wurde von der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) initiiert und weltweit am 29. September 2010 begangen. Aus diesem Anlass hatte das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) bereits Anfang August bekannt gegeben, dass hierzulande nur noch sechs Prozent aller Schüler am Schulmilchprogramm teilnehmen.

www.weltschulmilchtag.de


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