USA 2002/'03

Weniger Außer-Haus-Mahlzeiten

Auf dem Tisch liegt die Studie '18th Annual Eating Patterns in America' (NPD Group/Crest). Danach hat der Durchschnittsbürger der USA von März 2002 bis Februar 2003 in Gastronomie und GV 200 Mahlzeiten gekauft (von Snacks bis Fine Dining) verglichen mit 206 in den davor liegenden 12 Monaten. Die rund 3-prozentige Verringerung ist der größte Rückgang seit diese Art von Statistik im Jahr 1973 erhoben wird. In der Spitze, das war im Jahr 2000, lag der Wert bei 209 Verzehrsfällen.



Die Dinge begannen sich im Juli 2001 rückwärts zu bewegen und haben dann durch den 11. September Beschleunigung bekommen. Gastronomie & Konjunktur, Gastronomie & Verbraucherpsyche, da gibt's eine ganz enge Verbindung. Mitte 2002 sagten viele Amerikaner "We're going to eat out less." Anmerkung: Aktuell bewegt sich die Kurve wieder aufwärts.

Zweiter extrem wichtiger Einflussfaktor: Berufstätigkeit der Frau. Folgt man den Zahlen des 'Bureau of Labor Statistics' ist der Beschäftigungsgrad von Frauen im berufstätigen Alter von 59,9 auf 59,6 % gefallen. Außerdem heißt es, dass sich die Familien wieder etwas häufiger am Abendessen-Tisch zu Hause versammeln. 1996 etwa waren in 73 % aller befragten Fälle alle Haushaltsmitglieder mindestens fünfmal pro Woche zum Abendessen am gemeinsamen heimischen Tisch. Derselbe Wert Ende Februar 2003: 79 %.



Fazit: Starke Pluszeichen für Take-Home-Mahlzeiten. Das Take out-Business floriert. Und zwar nicht nur bei Quickservice, auch bei Fullservice.

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