Lebensmittelrecht

Wichtige News

§ Hintergrund §



Verfütterungsverbot von Speisenresten aufgeschoben. Gemäß Richtlinie 2001/89 EG vom 23.10.2001, die bis zum 23.10.2002 umgesetzt werden muss, besteht ab diesem Zeitpunkt ein Verfütterungsverbot von Küchenabfällen. Nach neuen Informationen soll die Speisenresteverfütterung für einen Übergangszeitraum von nicht mehr als vier Jahren weiter erlaubt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier



Richtlinie über die Etikettierung von chinin- und koffeinhaltigen Lebensmitteln erschienen. Quelle und weitere Informationen siehe hier



Nahrungsergänzungsmittel (NEM). In der Gemeinschaft werden immer mehr Erzeugnisse als Lebensmittel in den Verkehr gebracht, die Nährstoffkonzentrate enthalten und zur Ergänzung der Zufuhr dieser Nährstoffe aus der normalen Ernährung angeboten werden. In der Richtlinie über Nahrungsergänzungsmittel ist jetzt europaweite Regelung erfolgt. Quelle und weitere Informationen finden Sie hier



Der Anteil an Kunststoffverpackungen im Getränkebereich (PET-Boom) wird nach Meinung von Experten bis zum Jahre 2006 auf rund 30,0 Prozent steigen.



170.261 Tonnen TK-Pizzen insgesamt wurden nach Angaben des Deutschen Tiefkühlinstitutes im Jahr 2001 verzehrt. Das bedeutet eine Steigerung von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.



Rund 21,8 kg Käse wurden pro Kopf in Deutschland gegessen, das sind 2,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Quelle: Lebensmitteltechnik, 34. Jg. (2002), S. 8



Lebensmittel-Monitoring 2000. Bei dem bundesweit repräsentativ durchgeführten Lebensmittel-Monitoring 2000 ergab sich nach Mitteilung BgVV eine 'geringfügige Belastung' und 'seltene Höchstmengenüberschreitung'.

Nur 1,6 Prozent von 4.818 Proben aus dem Jahr 2000 enthielten höhere Mengen an unerwünschten Stoffen als erlaubt. Es wurden 23 unterschiedliche Lebensmittel in- und ausländischer Herkunft auf 180 Einzelstoffe, darunter Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und deren Metaboliten, organische Umweltschadstoffe, Mykotoxine, Schwermetalle, Nitrat und Benzpyren untersucht. Das BgVV sieht das Lebensmittel-Monitoring als zusätzliches Instrument des vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutzes an.

Quelle: www.bgvv.de/presse/2002/pr 02 17.htm



Unterrichtungspflicht eingeführt.

Das Lebensmittelgesetz wurde erweitert. Bei gesundheitsschädlichen Lebensmitteln besteht Unterrichtungspflicht durch die Lebensmittelunternehmer.



Verhaltene Zuversicht ist nach Meinung des Präsidenten des Bundesverbandes der Deutschen Fleischwarenindustrie F. Köhne angezeigt. Nach kräftigen Absatzeinbrüchen aufgrund der zahlreichen bekannten Vorkommnisse hat sich die wirtschaftliche Entwicklung in der Fleischwarenindustrie wieder stabilisiert. Tief greifende Folgen der Krisen auf die Unternehmen und die Arbeitsplätze innerhalb der Fleischwarenindustrie blieben weitgehend aus.



Gentechnik im Aufwind.

Nach einer Studie des Meinungsforschungsinstitutes Allensbach hat im Vergleich zu früheren Umfragen ein Stimmungswandel im Zusammenhang mit der Gentechnik insgesamt stattgefunden. 44,0 Prozent der Deutschen seien inzwischen der Ansicht, dass der Nutzen der Gentechnik die Risiken überwiege. Im Jahr 1998 habe dieser Anteil noch bei 25,0 Prozent gelegen. Der Anteil der Deutschen, die mit der Gentechnik vornehmlich Risiken verbänden, sei dem gegenüber von 1998 bis Herbst 2001 von 34,0 auf 19,0 Prozent gesunken.

Quelle: Lebensmitteltechnik 34. Jg (2002), S. 6



Zusatz von Beta-Carotin soll begrenzt werden. Aus Gründen des Gesundheitsschutzes soll die Verwendung von isoliertem Beta-Carotin eingeschränkt werden. Es wurde ein Verordnungsentwurf vorgelegt, nach dem eine Höchstmenge von maximal zwei Milligramm isoliertem Beta-Carotin pro 100 g Lebensmittel in Zukunft noch zulässig sein werden. Nach Meinung des BgVV kann schon eine tägliche Aufnahme von 20 mg isoliertem Beta-Carotin bei starken Rauchern, Menschen mit Herz- und Kreislauferkrankungen zu Gesundheitsschäden führen.

Quelle: www.bgvv.de



Neue Grundnormen für Lebensmittelhygiene. Die Arbeiten an einer Verordnung, die anstelle der Richtlinie 93/43 EG treten soll, sind weiter fortgeschritten. Die Anwendung des HACCP-Systems mit Eigenkontroll- und Risikoüberwachungsprogramm soll obligatorisch werden. Erleichterungen bei Abgabe von kleinen Mengen und in der Primärproduktion sind vorgesehen.

Quelle: europa.eu.int/rapid/start/

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