München

Wiesn-Halbzeitstand 3,6 Mio. Maß

Zur Halbzeit des Münchner Oktoberfests haben die Organisatoren ein positives Fazit gezogen. Bis zum Sonntag kamen 3,6 Mio. Menschen auf die Wiesn und damit trotz kleinerer Ausstellungsfläche gut 100.000 mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zur letzten kleinen Wiesn 2008 bedeutete dies gar ein Plus um gut 400.000 - und das "trotz durchwachsener Wetterbedingungen", wie Oberbürgermeister Christian Ude sagte.

Nach 3,4 Mio. Maßkrügen zur Halbzeit 2011 wurden in diesem Jahr gut 3,6 Mio. Maß Bier getrunken. Auch beim Essen stiegen die Verkaufszahlen. Mit 60 Ochsen wurden zwei mehr verspeist als im Vorjahr. Der Hendl-Verkauf stieg um gut 5 %, der Absatz anderer Oktoberfest-Spezialitäten um 5-8 %. Die Schausteller zeigten sich den Organisatoren zufolge ebenfalls zufrieden.

Wegen des Zentral-Landwirtschaftsfests (ZLF), das alle vier Jahre parallel auf der Theresienwiese stattfindet, steht dem Oktoberfest in diesem Jahr weniger Fläche zur Verfügung. Festleiter Dieter Reiter sieht das ZLF aber auch als Grund dafür, dass in diesem Jahr viel bayerisches Publikum auf der Wiesn sei.

Dass der Trend zur Tracht auch in diesem Jahr anhielt, lag laut dem Festleiter auch an den vielen Touristen, die in Dirndl und Lederhosen nach München kämen. So hätten etwa manche Reiseveranstalter Pakete geschnürt, die neben dem Hotel unter anderem auch eine "Komplettausstattung mit Tracht" beinhalten.

Auch das gehört zur Wiesn-Statistik: Bis zur Halbzeit mussten 5.163 Menschen ärztlich versorgt werden, knapp 3 % mehr als im letzten Jahr. Auch des wechselhaften Wetters wegen, das vielfach zu Herz- und Kreislaufbeschwerden führte. Deutlich auf 445 (Vorjahr: 371) stieg indes die Zahl junger Menschen, die wegen übertriebenen Alkoholkonsums versorgt werden mussten. Insgesamt sprechen die Organisatoren jedoch von einem ruhigen Wiesn-Verlauf.

www.oktoberfest.de

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