EHEC

Zahl der Infektionen steigt drastisch

Die Herkunft des Darmkeims EHEC, der zu schweren Infektionsverläufen bis hin zu akutem Nierenversagen führen kann, ist nach wie vor ungeklärt. Noch sei kein Lebensmittel als Quelle identifiziert worden, sagte am heutigen Mittwoch der Chef des Robert Koch-Instituts, Reinhard Burger. Der aggressive Erreger breitet sich seit Mitte Mai sprunghaft in Deutschland aus; mittlerweile berichtet dpa von 600 Verdachtsfällen bundesweit.
Infektionen bzw. Verdachtsfälle werden inzwischen aus 14 Bundesländern gemeldet, der Schwerpunkt liegt weiterhin in Norddeutschland. Am meisten betroffen sind Frauen. Ein Todesfall geht nachweislich aufs Konto von EHEC, zwei weitere stehen im Verdacht, durch den Erreger verursacht zu sein.

Dass der Erreger, wie vielfach berichtet, über Gülle in die Nahrungsmittelkette gelangt sein könnte, ist bis dato nicht belegbar. Damit bleibt es Spekulation, dass Salat oder anderes Gemüse der Grund für die Ansteckung sein könnte. Ebenso wenig gebe es Hinweise darauf, dass das Kolibakterium aus Fleisch oder Rohmilch stamme, heißt es aus dem Robert Koch-Institut. Laut Burger sucht ein großes Team des Instituts unter Hochdruck nach dem Infektionsherd, bislang ohne Ergebnis.

Derweil legt Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr den Verbrauchern nahe, die üblichen und sinnvollen Hygiene-Vorschriften einzuhalten und Obst sowie Gemüse intensiv und sorgfältig zu reinigen.

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