Nordsee

Zeichnungsfrist verlängert

Ursprünglich war geplant, dass das Quickservice-Unternehmen morgen, am Mittwoch den 27. Juni, an die Börse geht. Doch dann hat man kurzfristig beschlossen, die Zeichnungsfrist um zwei Tage bis Mittwoch, 16 Uhr, zu verlängern. Neuer Termin für die Erstnotiz im amtlichen Handel der Frankfurter Wertpapierbörse: Montag 2. Juli. Die Marktsituation für Neuemissionen ist äußerst schwierig, es scheint auch relativ wenig Interesse für das Papier zu geben. So werden die Nordsee-Aktien nun zu einem Festpreis von 15 Euro zur Zeichnung angeboten und die Emissionsstruktur den Marktgegebenheiten angepasst (ursprünglich 19 - 24 Euro). Das neue Angebot umfasst 5 Mio. Stückaktien aus der Kapitalerhöhung und 1,5 Mio. Stückaktien aus Altbesitz. Zusätzlich ist ein Greenshoe von bis zu 1 Mio. Stückaktien aus Altbesitz vorgesehen (frühere Nennung: 8,5 Mio. Stück einschließlich Platzierungsreserve). Bei vollständiger Ausübung des Greenshoe beträgt das Emissionsvolumen somit bis zu 112,5 Mio. Euro. Der Freefloat beläuft sich dabei auf 50,3 %. (Alte Prognose: Emissionsvolumen bis zu 204 Mio. Euro vor Greenshoe). Das der Nordsee AG zufließende Geld (Kapitalerhöhung) soll erstens dazu genutzt werden, bestehende Gesellschafterdarlehen zu tilgen und zweitens das Filialnetz zu renovieren/auszubauen. Vor allem aber will der Mehrheitsaktionär Apax Partners seine Anteile verkleinern. Für die Restaurantbranche Deutschlands ist es das erste Initial Public Offering (IPO). Mit der Ex-Unilever-Tochter geht erstmals eine heimische Restaurantkette an die Börse. Die Nordsee-Entwicklung in der 1. Hälfte des laufenden Geschäftsjahres (31.9.): 12,5 % Umsatzplus auf 396 Mio. DM sowie 23,9 Ebitda-Wachstum auf 57 Mio. DM.
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