Elior

Zolade lanciert Übernahmeangebot

Der Elior-Präsident Robert Zolade hat am 27 März 2006 ein freundliches Übernahmeangebot angemeldet. Konkret will er mit seiner « Holding Bercy Investment“ (HBI) alle Elior-Aktien, die ihm nicht gehören, zum Einheitswert von 13,40 Euro und die Oceane-Wandelanleihen zum Preis von 19,79 Euro aufkaufen. Insgesamt sollen 80,66 Prozent des Elior-Kapitals erworben werden; Zolade hält mit der HBI bereits 19,34 Prozent des Kapitals der GV-Gruppe. Unterstützt wird er bei seinem Übernahmeangebot von den Investmentfonds Charterhouse und Chequers, die ins Kapital der HBI einsteigen. Das neue Aktionärsbündnis zwischen den Fonds und Zolade soll über mindestens 15 Jahre laufen und die erworbenen Elior-Aktien können frühestens nach sieben Jahren wieder verkauft werden. Voraussetzung für den Deal ist es, dass mit der Kaufofferte mindestens zwei Drittel der Stimmanteile von Elior erworben werden können. Hintergrund für das Angebot ist einmal Zolades Enttäuschung über den wenig erfolgreichen Börsengang des Unternehmens: „Trotz der starken Position der Elior-Gruppe in allen Geschäftsbereichen und ihres regelmäßigen Wachstums, waren die Ergebnisse des Unternehmens an der Börse enttäuschend. Noch bis vor kurzem war Elior im Vergleich mit den anderen GV-Unternehmen unterbewertet“, so der Präsident wörtlich. Zum andern sehen französische Analysten das Übernahmemanöver aber auch vor dem Hintergrund des SSP-Verkaufs durch die Compass Group. Gelingt der Aktienkauf, der das Elior-Kapital auf 1,8 Milliarden Euro valorisiert, verfügt der Caterer über die notwendigen Liquiditäten, um als Mitbieter für SSP ernst genommen zu werden. Allerdings war fast zeitgleich mit dem Elior-Übernahmeangebot von Compass zu hören, dass der SSP-Verkauf nahezu unter Dach und Fach sei und wie geplant bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein dürfte. Fragt sich, ob die Elior-Gruppe bei diesem Timing wirklich noch Chancen hat, den SSP-Zuschlag auszuhandeln. has

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