Sachsen

Zu viel Fleisch im Angebot von Schulen

Positive Meldung aus Sachsen: In 99 Prozent aller sächsischen allgemeinbildenden Schulen können die Schüler mittags eine warme Mahlzeit essen. Allerdings lässt die Essensqualität in vielen Fällen zu wünschen übrig, wie eine repräsentative Studie des Kultus- und Gesundheitsministeriums in Sachsen ergab.

 

Insgesamt beteiligten sich landesweit insgesamt 611 Schulen an der Befragung. Danach beliefern zu 86 Prozent Caterer die Schulen mit warmen Speisen, die vor Ort portioniert und verzehrt werden. „Die Tatsache, dass es an nahezu allen Schulen die Möglichkeit gibt, mittags warm zu essen, ist aus ernährungsphysiologischer Sicht enorm wichtig“, so Gesundheitsministerin Christine Clauß zu den Ergebnissen der Studie.

 

Dies setzt voraus, dass das Mittagessen, ausgewogen zusammengesetzt ist und die empfohlene Warmhaltezeit nicht überschreitet. Für die Beurteilung des Mittagessens wurden 585 Schulspeisepläne über einen Zeitraum von vier Wochen mit den Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) verglichen. Demnach stehen zu häufig Fleischgerichte, auch in Form von Wurst, auf den Speiseplänen, zu selten dagegen Gemüse und Rohkost.

 

Ebenfalls zu oft bieten Caterer verarbeitete Kartoffelprodukte wie Pommes oder Röstis an, zu selten Produkte wie Vollkornnudeln. Sachsens Kultusminister Professor Wöller fordert Caterer, Schulen und ihre Träger, Eltern und die Schülerschaft nunmehr dazu auf, gemeinsam ihre Verpflegungssituation zu verbessern. (Petra Mewes)

 

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