Schweiz

Zurück zu den "guten alten" Speisewagen

Nach dem Flop mit dem Bistrowagen kehren die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) in Doppelstock-Intercityzügen zurück zum guten alten Speisewagen.

Anders formuliert, weg von Fingerfood und Snacks und zurück zu Braten und Geschnetzeltem. Aktuell wird der erste für rund 700.000 SFR zum behaglichen Speisewagen umgebaute Bistrowagen getestet. Im Obergeschoss des Wagens komfortable und eingedeckte zweier- und vierer Tische sowie lederbezogene Designerstühle. Fullservice ist selbstverständlich. Im Untergeschoss (für Raucher): Treffpunkt für eilige Gäste mit Bier und Snacks auf SB-Basis.



Historie der Geschichte: In der einstigen Schweizerischen Speisewagen-Gesellschaft mit Suad Sadok an der Spitze, war Genuss groß geschrieben. Dann wurde die Formel wegen zu geringen Gewinns entzaubert und zum Relikt erklärt. Aus der SSG machte man Passagio Rail, teilweise übernahm die Mitropa das Catering. Ab November 2000 dann: 26 neue, je 3,2 Mio. SFR teure Bistrowagen. Zwar gab es noch Essen, aber alles ohne Servicepersonal. Fazit: vernichtende Kritik der Bahnreisenden und ein Mega-Flop.

Die aktuellen Macher heißen Passagio - und Sadok steht, aus dem Ruhestand zurück geholt, der Sache wieder zur Seite.



Ein spannender Fall - in der Schweizer Presse ausführlichst behandelt. Wir zitieren aus dem GastroJournal.
stats