Stiftung Warentest

beste Pommes bei Burger King

Im Schnitt knabbert jeder Deutsche pro Jahr knapp zwei Kilogramm Pommes in Restaurants, Kantinen oder Imbissbuden - selbstgemachte Fritten oder Pommes aus der Kühltruhe nicht mitgerechnet. Jetzt hat die Stiftung Warentest Pommes frites acht verschiedener QSR-Anbieter unter die Lupe genommen: Qualität des Frittierfetts, Acrylamid-Gehalt und Knusperfaktor waren einige der Kriterien, denen sich die Kartoffelstäbchen unter anderem von McDonald’s, Burger King und Ikea stellen mussten.
    Die Tester kamen zu folgender Bewertung:
  1. Burger King Note Gut (2,2)
  2. KFC Note Befriedigend (2,6)
  3. Nordsee Note Befriedigend (3,0)
  4. Karstadt/Frites van Holland Note Befriedigend (3,2)
  5. McDonald’s Note Befriedigend (3,4)
  6. McCain (Automat) Note Ausreichend (3,8)
  7. Wienerwald Ausreichend (4,3)
  8. Ikea Note Mangelhaft (5,0)
Die besten Pommes frites verkauft demnach Burger King. Sie seien „sehr knusprig und schmecken deutlich nach Kartoffeln. Das Frittierfett ist in Ordnung und Acrylamid entsteht nur in geringen Mengen“, so der Testbericht.

Als „sensorisch einwandfrei“ wurden auch die Frites van Holland von Karstadt sowie die Pommes frites von Ikea beurteilt. Allerdings frittiere Karstadt offensichtlich teilweise in älterem, bereits belastetem Fett. Ikea dagegen verwende Fett mit besonders vielen Transfettsäuren. Das wirke sich negativ auf die Gesundheit aus. Das Test-Qualitätsurteil für Ikea-Pommes lautet daher ’mangelhaft’ (Note 5,0).

Wenn das Frittierfett zu heiß wird und die Kartoffeln zu warm gelagert wurden, bildet sich in den Kartoffelstäbchen viel Acrylamid. Dieser Schadstoff kann Krebs erzeugen und das Erbgut verändern. Für Pommes frites gilt derzeit ein so genannter Signalwert von 530 Mikrogramm Acrylamid pro Kilogramm. Die untersuchten Pommes von McDonald’s lagen im Bereich dieses Signalwertes, die Fritten von Wienerwald sogar darüber. Auch wenn sich Acrylamid nicht gänzlich vermeiden lässt, könnten die Hersteller die Werte niedriger halten, moniert Stiftung Warentest.

Relativ neu ist die Erkenntnis, dass Pommes frites auch perfluorierte Tenside (PFT) enthalten können. Alle Fritten im Test wiesen Spuren dieser Industriechemikalie auf. Vermutlich gelangt sie über verunreinigte Böden oder Grundwasser in die Kartoffeln. Wie gefährlich die perfluorierten Tenside für den Menschen sind, ist bisher noch unklar. Daher flossen diese Messwerte nicht in die Bewertung ein.

www.stiftung-warentest.de
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