Expo 2010

deutsche Gastronomie mit Angerer & Obermayr

Sie sind die Profis, wenn es darum geht, deutsche Gastronomie bei internationalen Großevents beispielhaft zu realisieren: die Angerer & Obermayr Messegastronomie aus München ist schon zum fünften Mal Haus-Gastronom im deutschen Pavillon einer Expo – das Unternehmen von Helmut Angerer und seinem Nachfolger Gerhard Obermayr bekam im August den Zuschlag für die nächste Weltausstellung, die vom 1. Mai bis 31. Oktober 2010 in Shanghai stattfindet. Verantwortlich für den deutschen Pavillon und damit Auftraggeber der Münchener Caterer ist die Kölnmesse. Inzwischen beginnt sich das endgültige Konzept für das 400-Plätze-Restaurant abzuzeichnen. „Wir werden wieder typisch deutsche Speisen in modernem Brauhaus-Ambiente anbieten. Diese Mischung hat sich bereits bei der Expo 2005 im japanischen Aichi bewährt“, berichtet Obermayr. Neben dem Restaurant wird es eine Bierstube mit 40-50 Steh-Plätzen und eine VIP-Lounge (20 Plätze) für Gäste aus Politik, Kultur und Wirtschaft mit eigener Küche geben. Etwa 46.000 Besucher werden pro Tag den deutschen Pavillon besuchen, mit einer Grundfläche von 5.750 qm eine der größten ausländischen Ausstellungsflächen überhaupt auf dem mehr als 5 qkm großen Expo-Gelände. „Wir kalkulieren 3.500 bis 4.000, maximal 5.000 Essen pro Tag“, sagt Obermayr. „Voraussichtlich werden rund 90 % der Gäste aus China stammen.“ Wir überall auf der Welt bestellen die Expo-Gäste voraussichtlich auch im Land der Mitte bevorzugt Würstchen und Bier, wenn sie die deutsche Küche kennen lernen wollen. Außerdem im Angebot: Flädle- und Kartoffelsuppe, Salat, Lachs mit Reibekuchen, Schwarzwälder Schinken, Rheinischer Sauerbraten, Schnitzel und Co. Gegessen wird natürlich mit Messer und Gabel. „Wir werden aber auch Stäbchen da haben“, verrät Obermayr, „jedoch nur auf Nachfrage.“ Insgesamt, so schätzt er, wird er zu Beginn der Weltausstellung 150, gegen Ende dann bis zu 180 Mitarbeiter benötigen, 70 davon sollen aus Deutschland anreisen, darunter eventuell auch ein Metzger, der die bis zu 100 t Würstchen und Hax’n verarbeitet, die Obermayr in den 183 Expo-Tagen servieren wird. Rund 1,5 Mio. € müssen Angerer und Obermayr in das Foodservice-Outlet samt Küche und Lagerflächen investieren. Welches Umsatzvolumen ihnen das Engagement am Ende bringen wird, können die Unternehmer noch nicht sagen, da sie die Verkaufspreise im jetzigen Stadium nicht festlegen können. „Vieles hängt davon ab, wo wir die Ware einkaufen können – um Lebensmittel nach China zu importieren, braucht man eine Lizenz. Wir verhandeln mit Importeuren, aber noch sind keine Verträge abgeschlossen.“ Im Deutschen Pavillon präsentiert sich die Bundesrepublik als vielseitige, ideenreiche Nation, als ein innovatives und zukunftsorientiertes Land, das gleichzeitig auch großen Wert darauf legt, Wurzeln zu erhalten und Traditionen zu bewahren. Das Motto für den deutsche Beitrag zum Expo-Thema ’Better City, Better Life’ lautet daher: balancity – eine Stadt in Balance. Baubeginn wird Anfang 2009 sein. www.munichcatering.de www.expo2010-deutschland.de Redaktion food-service Expo 2010, Shanghai, Deutscher Pavillon, Angerer, Obermayr, Munich Catering, balancity


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