Bio-Markt

erstmals rückläufig

Nach fast zehn Jahren anhaltenfür Wachstums geht es im Markt der Bio-Lebensmittel in Deutschland jetzt erstmals rückwärts. Im ersten Halbjahr 2009 haben die Verbraucher weniger Geld für Bio-Produkte ausgegeben als im Jahr zuvor. Das berichtet die ‚taz’ unter Berufung auf das Marktforschungsinstitut GfK.


Der Umsatz der Branche war seit Jahren meist im zweistelligen Prozentbereich gewachsen. Im ersten Halbjahr 2008 hatte die GfK noch einen Zuwachs von über 10 % bei den Ausgaben für Öko-Produkte registriert. Im gesamten Jahr verkaufte die Bio-Branche noch Ware für 5,8 Mrd. EUR – ein Plus von 10 % zum Vorjahr. In der ersten Jahreshälfte 2009 ist ihr Umsatz um 4 % zurückgegangen, so eine repräsentative Studie der GfK, in der die Konsumausgaben von 30.000 Haushalten ausgewertet wurden. Demgegenüber büßte der konventionelle LEH laut GfK im gleichen Zeitraum 0,5 % Umsatz ein, während das Statistische Bundesamt für die gesamte Lebensmittelwirtschaft ein Minus von 2,1 % ausweist.


Während die GfK eine gewisse Bio-Müdigkeit beim Verbraucher konstatiert und die Wirtschaftskrise nicht als ursächlich für den aktuellen Umsatzrückgang bewertet – trotz der zum Teil erheblichen Preisunterschiede zu konventionellen Produkten -, mögen Vertreter der Bio-Branche nicht von einer Trendwende sprechen. Das Minus bei den Ausgaben für Bio könne auch daraus resultieren, dass die Preise gefallen sind.



www.taz.de
, www.gfk.de





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