Buffalo Grill

französische Steakhaus-Kette weiter unter BSE-Verdacht

Skandal in der französischen Foodservice-Szene: Seit Ende Dezember steht die führende französische Steakhaus-Kette Buffalo Grill im Rampenlicht der Medien. Der Vorwurf lautet, trotz des 1996 verhängten EU-Importverbotes jahrelang illegal britisches Rindfleisch importiert und damit wissentlich eine Erkrankung der Gäste an der Creutzfeldt-Jacob-Krankheit in Kauf genommen zu haben - die Justiz ermittelt wegen fahrlässiger Tötung. Zwei Top-Manager der führenden französischen Steakhaus-Kette Buffalo Grill bleiben nach richterlichem Beschluss vom Ende letzter Woche auch weiterhin in Haft. Hintergrund sind belastende Aussagen ehemaliger Mitarbeiter. Auch der Tod zweier junger Franzosen, die in den Jahren 2000 bzw. 2001 an der neuen Form der Creutzfeldt-Jacob-Krankheit gestorben sind, wird in Zusammenhang mit Buffalo Grill gebracht: Beide sollen häufig in Restaurants der Kette gegessen haben. Der im Dezember verhängte Hausarrest für Firmengründer und PDG Christian Picart und einen weiteren Top-Manager des Unternehmens ist inzwischen gelockert bzw. aufgehoben worden; Picart darf allerdings auch weiterhin keinen Kontakt mit seinen Mitarbeitern aufnehmen. Der 73-Jährige bestreitet vehement die gegen ihn und seine Company erhobenen Vorwürfe. Man habe zu keinem Zeitpunkt, weder vor noch nach Inkrafttreten des Embargos Rindfleisch aus Großbritannien importiert. Dagegen soll einer der in Untersuchungshaft sitzenden Manager erklärt haben, dass vor dem Embargo 20 % des Rindfleisches für Buffalo Grill aus Großbritannien kamen. Nach Bekanntwerden des Skandals im vergangenen Dezember sackte der Marktwert des Unternehmens von 132 auf 10 Mio. Euro. Der Aktienkurs stürzte dramatisch, der Wertverlust liegt aktuell bei über 40 %. Die rd. 260 Betriebe der Marke erlebten anhaltende Frequenzeinbrüche von bis zu 40 %. Allein während der letzten 2 Dezemberwochen summierten sich die Einbußen der größten nationalen Foodservice-Kette in französischer Betreiberhand - sie gehört zu 78 % Christian Picart - auf 3,5 Mio. Euro. Die Behörden ermitteln weiter. Auch wenn sich der Verdacht gegen Buffalo Grill am Ende nicht bestätigen sollte - bis heute liegen offenbar keine wirklich stichhaltigen Beweise vor: Die Frage lautet, wie lange ein Überleben unter solchem Druck möglich ist. www.buffalo-grill.com




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