’Diele’

guter Start für „etwas anderes“ Eiskonzept

Eine positive Bilanz zieht Torsten Rasche nach der ersten Saison seiner ’Diele’ im trendigen Düsseldorfer Stadtteil Unterbilk. Der Betriebswirtschaftler mit Erfahrungen in der Modebranche startete im Juli sein „etwas anderes“ Eiskonzept mit innovativen, vor Ort im Eislabor produzierten Sorten, bei denen er weitgehend auf künstliche Aromen und Zusatzstoffe verzichtet, möglichst wenig Zucker und Sahne verwendet und stattdessen so ausgefallene Zutaten wie Chili, Pumpernickel, Lakritz oder Russisch Brot ins Eis bzw. Sorbet mixt. 10-15 wechselnde Sorten hält er täglich für seine Gäste bereit. Neue bzw. unbekannte Sorten dürfen die Gäste gerne vor dem Bestellen probieren. Die Kugel kostet 80 Cent. „Der Schwerpunkt liegt allerdings auf gespachteltem Eis im Becher“, erklärt Rasche. „So, wie in Italien das Eis serviert wird. Es geht darum, die Tradition mit Innovation zu verbinden.“ Innovation – damit ist neben den kreativen Ingredienzen auch das schicke, szenige Design des 60 qm großen Ladens (vier Sitzplätze) an der Konkordiastraße gemeint. Die Becher gibt es in den Formaten XS (1 Euro) bis XXL (4 Euro) – am beliebtesten ist die mittlere Variante ’M’ mit zwei Sorten für 2 Euro.“ Da die inzwischen rund 50 Sorten täglich wechseln, ist es schwer, einen Bestseller zu definieren“, sagt Rasche. Nur Vanille, eine der sechs Schoko-Varianten und 2-3 Fruchtsorten gehören zum Standardprogramm. Dazu: Sahne, Saucen und so genanntes ’Streugut’: Smarties, Streusel, Krokant und Co, die dekorativ in Reagenzgläsern à 50 Cent an der Wand postiert sind. Auf der Getränkeseite: Limonaden und Eistees jenseits von 08-15 sowie eine Standardrange an Kaffeespezialitäten. Im – vom Gast nicht einsehbaren – Eislabor rührt Rasche an Spitzentagen bis zu 60 l persönlich an. Zurzeit arbeitet der Jungunternehmer sieben Tage die Woche (12-20 Uhr) als einzige Vollzeitkraft unterstützt von mehreren Aushilfen. Einen hohen fünfstelligen Betrag hat er in den Umbau des Ladenlokals investiert. „Allerdings war hier vorher auch schon eine Eisdiele, Teile des Inventars und der Infrastruktur konnte ich übernehmen.“ Mittelfristig will Rasche das Konzept per Franchising multiplizieren. Zunächst geht es jedoch erst einmal darum, die Wintersaison zu füllen, seit dieser Woche ist die ’Diele’ nämlich bis voraussichtlich Ende Februar geschlossen. Angedacht ist, während der kalten Jahreszeit einen Untermieter zu finden, dessen Sortiment zu Rasches hochwertigen Eisangebot passt. www.eis-diele.netRedaktion food-service Eis, Düsseldorf, Franchising, Diele


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