Deutsche Bahn

mehr Transparenz und weniger kritische Zusatzstoffe in der Bordgastronomie

Zum 1. Januar 2011 wird die Bahn in ihren Bordrestaurants und –bistros zahlreiche Gerichte erstmals frei von jeglichen Zusatzstoffen anbieten. Darüber hinaus verringert sich bei allen übrigen warmen Speisen die Anzahl der kennzeichnungspflichtigen sowie der nicht kennzeichnungspflichtigen Zusatzstoffe. Die Qualitätsverbesserungen sind Ergebnis einer Untersuchung, bei der alle Zusatzstoffe auf den Prüfstand gestellt wurden.
Die Deutsche Bahn erfüllt damit die Forderung der Verbraucherorganisation foodwatch nach mehr Transparenz im Speisewagen. Im Mai 2010 hatte foodwatch die Deutsche Bahn für Produkte kritisiert, die unter dem Namen von Starköchin Sarah Wiener bei der Aktion 'TV-Köche tischen auf!' serviert wurden. Im Anschluss an diese Veröffentlichung begannen foodwatch und die Deutsche Bahn einen Austausch über die Kritik und die aus Verbrauchersicht mangelhafte Kennzeichnung. Ergebnis: eine Broschüre, die auf den Restauranttischen und in den Bistros ausliegt und die Gäste über sämtliche Zutaten, Zusatzstoffe und Allergene in den Bahn-Gerichten informiert.

„Wir wollen dem wachsenden Bedürfnis unserer Gäste nach mehr Transparenz sowie einer natürlichen Ernährung Rechnung tragen. In den zurückliegenden Monaten haben wir schrittweise alle Rezepturen unserer warmen Gerichte hinterfragt und wo immer möglich qualitativ überarbeitet“, so Berthold Huber, Vorstandsvorsitzender der DB Fernverkehr.

„Unsere Forderung nach einer umfassenden Zusatzstoffkennzeichnung auch in der Gastronomie wird im Speisewagen umgesetzt. Die Deutsche Bahn macht sich damit zum Vorreiter in Sachen Transparenz – hieran sollten sich andere ein Beispiel nehmen, vom kleinen Restaurant bis zum großen Caterer“, betonte Anne Markwardt von foodwatch.

Bereits seit Juni 2010 wurde beim Kochen der monatlich wechselnden Aktionsgerichte nach und nach auf Hefeextrakt, gehärtete Fette und Maltodextrin verzichtet. Vorgefertigte Instantbrühen und Gewürzmischungen, Tomatenmark mit Säuerungsmittel, Antioxidanten und stabilisierendes Carrageen kommen nicht mehr zum Einsatz. Suppen und Fonds werden heute wieder im klassischen Stil gekocht. Mit dem Ziel, ehrliche Produkte zu bieten und Zusatzstoffe möglichst zu vermeiden, wird die DB Bordgastronomie ihr Sortiment weiter kritisch hinterfragen.

Ernährungsexperte Rainer Roehl (a'verdis), den das DB Produktmanagement als Berater hinzu gezogen hatte: "Die Deutsche Bahn vollzieht hiermit einen beachtlichen Schritt zu mehr Transparenz und weniger kritischen Inhaltsstoffen, der für die gesamte Branche vorbildlich ist. Auch bei den beiden Zulieferunternehmen steht handwerkliches Kochen jetzt deutlichen mehr im Vordergrund als zuvor." Lernschritte habe es auch bei den beteiligten Top-Köchen gegeben, denen nicht immer klar gewesen sei, dass bei der industriellen Umsetzung ihrer Rezepturen auch Zusatzstoffe zum Einsatz kamen, die von einer wachsenden Zahl der Verbraucher kritisch gesehen werden. "Hier haben wir begonnen, die Zutatenlisten sehr detailiert mit unseren Partnerköchen zu besprechen", erklärt DB Produktmanager Thorsten Kramer. 

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