Grill & Farm

neue Gastronomie im Künstlerhaus München

Neues Großprojekt für Marc Uebelherr und seine Partner Michael Kern und Uli Springer: Im Künstlerhaus am Stachus laufen derzeit die Umbauarbeiten des ehemaligen Lutter & Wegner zum 'Grill & Farm', zwei Restaurants in einem mit angeschlossener Event-Fläche. Ende Februar/Anfang März soll das Doppelkonzept eröffnet werden. Gesamtinvestition: über 1,5 Mio. €.
Lutter & Wegner hatte den Vertrag mit der Künstlerhaus-Stiftung „wegen unüberwindbarer Differenzen" gelöst. In dem ehemaligen Mövenpick-Standort sieht das neue Konzept 'Farm & Grill' zwei unabhängige Restaurants vor, eine hauseigene Patisserie und die Bewirtschaftung der rund 1.000 Gäste fassenden Bankettfläche. Im Erdgeschoss mit großzügiger Terrasse inklusive Stachus-Blick soll 'Farm' tagsüber als systematisiertes vegetarisches Selbstbedienungsrestaurant operieren. Die frischen Speisen aus regionalen Zutaten werden auf 'Schubkarren'-Büffets präsentiert und nach Gewicht bezahlt. Abends verwandelt sich der 150 Sitzplätze bietende Gastraum (rd. 300 qm) dann in ein - ebenfalls vegetarisches - Fullservice-Restaurant. Kaffee und Kuchen aus der angeschlossenen Patisserie können in einem Loungebereich genossen werden. Er steht abends als Bar- und Aperitif-Areal zur Verfügung.

Im Obergeschoss wird der 'Grill' Fisch und Fleischgerichte im Stil französischer Restaurants der 1930er Jahre servieren. „Wir haben uns gegen eine offene Küche entschieden, sondern gehen back to the roots. Offene Küchen gibt es in München zu Genüge." Altmodisch, aber nicht verstaubt, lautet die Devise, deshalb werden die Beilagen auch - Sharing-freundlich - in einzelnen Kupfertöpfen gereicht. „Die Kellner werden Fliege tragen", verrät Uebelherr, „und es gibt am Tisch flambierte Crêpes Suzettes." Inklusive Aushilfen kalkuliert man 70 bis 80 Mitarbeiter (ca. 40 Vollzeit).

„Wir sind der Meinung, das die Kombination der beiden Konzepte sehr gut nach München passt und eine gastronomische Lücke schließt", ist Uebelherr optimistisch. Für das erste (Rumpf-)Jahr 2010 hat man sich für alle Betriebsteile insgesamt 4,5 Mio. € Netto-Umsatz vorgenommen. „Den Break-even müssen wir auch ohne das zurzeit schwierige Bankettgeschäft schaffen." Die Investition von 1,5-1,7 Mio. € stemmt man aus Eigenmitteln und mit Hilfe von Brauereipartnern, darunter Augustiner. „Das Grill & Farm ist kein Prestigeobjekt", betont Uebelherr. „Es muss richtig einschlagen." 
  
Uebelherr, Springer und Kern betreiben in München unter anderem das Café Reitschule, das Gast, Oskar Maria im Literaturhaus und die Fast-Casual-Formel Ocui. Lutter & Wegner will den Standort München trotz des Aus am Lenbachplatz nicht aufgeben und ist nach eigenen Angaben auf der Suche nach einer neuen repräsentativen Location. 

www.kuenstlerhaus-muc.de
http://www.gast-muenchen.de/
http://www.ocui.de/
http://www.l-w-muenchen.de/


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