Systemgastronomie

neuer Tarifvertrag

Der Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben einen neuen Mantel- und Entgelttarifvertrag für die Beschäftigten in der Systemgastronomie geschlossen. Dieser Tarifabschluss markiert einen Neubeginn in der Zusammenarbeit zwischen den Arbeitgebern der Systemgastronomie und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, heißt es. Der vorangegangene Tarifvertrag wurde bereits zum Ende des Jahres 2001 gekündigt.

Der neue Entgelttarifvertrag tritt zum 1. Dezember 2007 in Kraft und hat eine Laufzeit von 41 Monaten. Die Löhne und Gehälter der Beschäftigten in der Systemgastronomie werden über einen Zeitraum von drei Jahren schrittweise angehoben. Von dieser Steigerung profitieren die unteren Tarifgruppen besonders stark. So steigt beispielsweise der Stundenlohn in der untersten Tarifgruppe 1 im Tarifgebiet West bis zum 1. Dezember 2010 um insgesamt 13,5 Prozent auf 7,50 Euro. Im Tarifgebiet Ost werden in der Tarifgruppe 1 ab dem 1. Dezember 2010 6,75 Euro gezahlt. Dies entspricht einem Zuwachs von 17,8 Prozent. Die genannten Stundenlöhne sind tarifliche Mindeststandards.

Der Manteltarifvertrag sieht insbesondere neue Regelungen bei der Arbeitszeit und bei den Zuschlägen für Nachtarbeit vor. Erstmals werden die Zuschläge für Nachtarbeit tariflich festgelegt: für Nachtarbeit zwischen 23 Uhr und 6 Uhr wird ein Zuschlag in Höhe von 15 Prozent gezahlt. Außerdem wird Feiertagsarbeit mit einem Zuschlag in Höhe von 100 Prozent vergütet.

Die Wochenarbeitszeit beträgt 39 Stunden.

„Wir freuen uns, dass der BdS nach intensiven Verhandlungen einen Tarifabschluss mit der NGG erreicht hat“, sagt Wolfgang Goebel, 1. Vorsitzender des BdS und Personalvorstand McDonald’s Deutschland. „Der Tarifabschluss in der Systemgastronomie ist ein guter Kompromiss. Er beteiligt die rund 80.000 Beschäftigten an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der Branche und sichert gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, trotz steigender Preise für Lebensmittel. Die Systemgastronomie ist einer der größten Arbeitgeber in Deutschland.

„Der Tarifabschluss in der Systemgastronomie ist eine wichtige Grundlage für eine aktive Interessensvertretung für die Beschäftigten der Branche, die ohne die inhaltliche und personelle Neuausrichtung des BdS nicht zustande gekommen wäre“, hat Michaela Rosenberger, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft NGG, erklärt.

„Wir dürfen trotz der erreichten Tarifeinigung nicht die Augen davor verschließen, dass der Großteil der Beschäftigten in der Systemgastronomie nach wie vor im Niedriglohnbereich arbeitet und daher Altersarmut ein Thema ist.“

www.bundesverbandsystemgastronomie.de
www.ngg.net


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