Uni-Gastronomie

Österreichische Mensen verzichten auf Käfigeier

Seit Anfang Juni praktiziert die österreichische Universitäts-Gastronomie für alle 58 Standorte die Umstellung auf Eier aus alternativen Haltungsformen (Boden- und Freilandhaltung), so die Österreichische Mensen-Betriebsgesellschaft. Eier und Eiprodukte aus Käfighaltung sind damit fortan tabu – damit reagieren die Mensen auf den immer stärker werdenden Trend zu Produkten aus artgerechter Tierhaltung. Jährlich werden in den österreichischen Mensen mehr als zwei Millionen Eier verarbeitet. Obwohl eine Umstellung auf tierfreundlichere Produkte immer mit Mehrkosten verbunden ist, war die Entscheidung für Friedrich Schober, Leiter des Zentraleinkaufs der Mensen, relativ leicht: „Wir wissen, dass gerade junge Leute sehr offen für Tierschutzthemen sind. Daher war für uns klar, dass die Studierenden die Umstellung begrüßen würden.“ Man erhofft sich von diesem Schritt eine Vorbildfunktion für zahlreiche weitere Gastronomiebetriebe, da viele Großunternehmen trotz der Abschaffung der Käfighaltung zum Jahresbeginn 2009 aus Kostengründen weiterhin billige Käfigeier aus dem Ausland importieren. „Denn die Mensen liefern den besten Beweis, dass man sogar auf Käfigeier verzichten kann, wenn man mit knappen Studentenbudgets rechnen muss“, so Mahi Klosterhalfen von der Albert Schweitzer Stiftung, der im Vorfeld maßgeblich an der Umstellung auf alternative Eier beteiligt war. www.mensen.at Redaktion gv-praxis Käfigeier, österreichische Mensen, Universitäts-Gastronomie, Eier aus alternativen Haltungsformen, Vorbildfunktion für Gastronomie


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