Transfair

startet Fairtrade-Towns Kampagne

London, Rom, Brüssel und Kopenhagen – sie alle haben eines gemeinsam: Die vier Metropolen sind Fairtrade-Towns und damit Teil der weltweit gleichnamigen Kampagne. Ab Januar 2009 können sich nun auch deutsche Städte, Kreise und Gemeinden um den Titel bewerben. Die Kampagne ’Fairtrade-Towns’ wird von Transfair getragen und versucht, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mehr Glaubwürdigkeit in das eigene Handeln zu integrieren. Bundesministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul, die zusammen mit anderen Prominenten die Aktion unterstützt: „Die Idee besticht dadurch, dass jeder und jede dafür Sorge tragen kann, dass der faire Handel in der eigenen Stadt sichtbar wird. Damit wird ein Zeichen gesetzt gegen die Armut in den Ländern des Südens und für eine gerechtere Gestaltung des globalen Welthandels.“ Denn: Die Finanzkrise macht auch vor den Fairtrade-Produzenten im Süden nicht Halt. Bereits jetzt verzeichnen einige Produzentengruppen in Afrika rückläufige Bestellungen. Wenn die Konjunktur schlecht ist und die Weltmarktpreise tief sind, profitieren die Fairtrade-Produzenten zwar von garantierten Mindestpreisen und einer Fairtrade-Prämie. Aber nur dann, wenn ihre Produkte auch nachgefragt werden. Dazu soll die Kampagne beitragen. Transfair e.V. ist eine unabhängige Siegel-Initiative. Sie handelt nicht selbst mit Waren, sondern vergibt ihr Siegel an fair gehandelte Produkte. Dabei wird sie von 34 Mitgliedsorganisationen unterstützt. Derzeit bieten in Deutschland 110 Lizenznehmer rund 800 Fairtrade-gesiegelte Produkte (z.B. Kaffee, Tee, Schokolade). Diese sind u.a. in 30.000 Supermärkten, Naturkostgeschäften, allen Weltläden und in 10.000 gastronomischen Einrichtungen erhältlich. www.transfair.org www.fairtrade-towns.de Redaktion food-service Transfair, Fairtrade-Towns, Fairtrade-Siegel


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