Forum in Potsdam

Über die Zukunft im Care-Management

Unter dem Titel "Clinical Future - Wohin geht die Reise?" lud der Arbeitskreis Ernährung, Gesundheit, Leistungsfähigkeit, Wohlbefinden zu seinem fünften Fach-Symposium nach Potsdam ein. Vor einem Plenum von 140 Führungskräften aus dem Krankenhausbereich wurden wissenschaftliche Fragen zum Care-Management diskutiert. Im Mittelpunkt standen dabei die zukünftigen Herausforderungen vor dem Hintergrund der Umstellung auf DRGs, der gestiegenen Qualitätssicherungsansprüche und des allgemeinen Kostendrucks. Es wurden Lösungswege durch erfolgreiches Marketing aufgezeigt sowie zeitgemäße gastronomische Konzepte vorgestellt.



Nach einem einführenden Statement durch Udo Luerssen, dem Vorsitzenden des Arbeitskreises, präsentierten sechs namhafte Experten aus Wissenschaft und Praxis neueste Entwicklungen und Erkenntnisse. In deutschen Krankenhäusern steigen die Fallzahlen, dagegen gehen die Pflegetage und damit verbunden die Beköstigungstage der Patienten zurück. Was dies aus gastronomischer Sicht bedeutet, damit beschäftigte sich Hans-Joachim Gruber, Bereichsleiter Operations Klinik- und Seniorencatering, Aramark GmbH. Sein Plädoyer lautete: "Aus gastronomischer Sicht müsste jeder, der laufen kann, als ambulant bezeichnet werden. Deshalb sollten gehfähige Patienten, denen es zumutbar ist, kein Essen mehr auf den Stationen bekommen." Der Cafeteria falle daher in Zukunft eine immer größere Bedeutung zu, betonte der Gastronom.



Er betonte weiter, dass heutige Cafeteria-Angebote durch kreative Produktinnovationen ergänzt werden müssten. Als Beispiele nannte er die gesunde mediterrane Kost der "Kreta-Küche" und die Linie "Deli Fresh Lunch". Hierbei handelt es sich um ein Foodkonzept, das ganztägig angeboten werden kann, jederzeit frisch zur Verfügung steht und den Bedarf vom kleinen Snack bis zur vollwertigen Mahlzeit abdeckt. "Bei konsequenter Umsetzung der Konzeption lassen sich erhebliche Kosten in der Zentralküche sowie in der Logistik und auf den Stationen einsparen. Dem Patienten steht ein größeres Angebot zur Verfügung, das er ohne Vorbestellung nutzen kann", so Grubers Fazit.

stats