Bad Nauheim

Übernachtungszahlen nach zehn Jahren Rückgang gestiegen

Das Jugendstilheilbad Bad Nauheim hat die Übernachtungszahlen im Jahr 2003 im Vergleich zu 2002 um 4,2 Prozent steigern können. Das vermeldete das Hessische Statistische Landesamt. Damit setzt Bad Nauheim sich gegen den Trend im Land Hessen durch, das einen Rückgang von –3,2 Prozent verzeichnete. In der Statistik werden alle Beherbergungsstätten mit neun und mehr Betten erfasst. Im Jahr 2003 wurden 61.207 Gästeankünfte und 536.877 Übernachtungen (Vorjahr: 515.046, 1992: 1,032 Mio.) gezählt, davon Auslandsgäste mit 5.433 Ankünften und 13.045 Übernachtungen. Demnach belief sich der Ausländeranteil auf 2,4 Prozent der Übernachtungen. Spitzenreiter bei Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland waren die USA mit 2.314, die Niederlande mit 2.202, Großbritannien mit 1.329 und Frankreich mit 1.113. Die Aufenthaltsdauer konnte auf 8,8 Tage gegenüber 8,4 Tagen im Vorjahr gesteigert werden. Ulrich Schlichthaerle, Geschäftsführer der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH, führt diese Trendwende nach einem stetigen Rückgang der Übernachtungszahlen seit 1992 bis 2002 darauf zurück, dass die Reha-Kliniken sich zum Teil durch vernetzte Angebote dem Markt angepasst und zusätzliche Angebote in der Prävention für Begleitpersonen erstellt haben. Im Hotelbereich sind eher Rückgänge im Messegeschäft und bei Tagungen im Raum Frankfurt zu verzeichnen, die durch eigene Kongresse und Tagungen in Bad Nauheim teilweise wieder ausgeglichen werden konnten. Die Aktivitäten des Hotels Dolce und des Best Western Hotels Rosenau, die sich beide neu auf dem Markt positioniert haben, führten zu einer Belebung im Bereich der Tagungen und Gruppenreisen, so die Schichthaerle. Außerdem konnte das Sommerloch und die Wochenendleerstände durch Veranstaltungen wie das deutsch-russische Festival, das European Elvis Festival und die Bike-Challenge teilweise abgefedert werden. Die Angebote für Wochenendgäste durch Führungen führte zu einer Belebung des Gruppengeschäftes. Für 2004 erwartet Ulrich Schlichthaerle eine positive Entwicklung des Kongressgeschäftes. Die Jugendstilstadt wird immer mehr zur Festivalstadt durch Veranstaltungen wie das Amadéo Festival, das European Elvis Festival und Open Air Auftritte wie Al Bano Carrisi und AIDA. Dadurch sollen in Zukunft verstärkt die Lücken in der Belegung am Wochenende und im Sommer geschlossen werden.


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