1. Deutscher Care Congress

zukunftsweisender Input für 120 Teilnehmer

Der Deutsche Care Congress fand während der Hogatec vor einem hochkarätigen Publikum statt. „Damit ist unsere Premiere gelungen“, bilanzieren die Veranstalter Manuel Mataré (Messe Düsseldorf) und Günter Kuhn (K+P Consulting). Besonders gelobt wurden die hochkarätigen Beiträge der Referenten, die nicht mit aktuellen Zahlen und Prognosen sparten. Auf alle Fälle werden auch zukünftig weniger Krankenhäuser gebraucht, die Zahl soll von 2.104 (2008) auf 1.578 (2020) fallen. Dr. Olaf Amblank, Naxitis Capital Partners: „Jedes vierte Krankenhaus wird verschwinden.“ Wohin der Weg führen könnte, machte Dr. Ralf Berscheid, Vorstand der Damp-Holding (437,7 Mio. € Umsatz mit Häusern an 14 Standorten) deutlich. Der Konzern gründete eine Zentrale Service Gesellschaft (ZSG) und bündelte alle Support Prozesse (Produktion, Logistik, Services) zu einem Medical Warehouse. Ergebnis: weniger Schnittstellen und eine zeitliche Optimierung. So wurden zehn eigenständige Küchen zu einer Zentralküche mit vier Millionen Essen jährlich vereint. Experten erwarten eine jährliche Wachstumsrate im Gesundheitswesen von 6 bis 10 Prozent In diesem Zusammenhang gab der Schlussredner Prof. Dr. Anton Meyer, Ludwig-Maximilians-Universität München, eine Menge Denkanstöße: „Die Leute glauben der Weiterempfehlung. Die Servicekultur hat dabei eine Schlüsselfunktion übernommen.“ Hier weitere Trends, die auf dem Congress präsentiert wurden:
  • Immer stärker etablieren sich Küchen-GmbHs in eigener Trägerschaft oder als steuerliche Organschaften unter Beteiligung externer Dienstleister
  • Private Klinikkonzerne, die mit eigenen Abteilungen oder Gesellschaften ihre Küchen managen, gewinnen weiter an Bedeutung
  • Reha-Kliniken suchen neue Identität, (große Chancen für Hotelleriekonzepte, Wellness und Selbstzahlerprodukte)
Redaktion gv-praxis Zentralküche, Medical Warehouse, Care Congress


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