1. Deutscher Gastro-Immobilienkongress mit starken Inhalten

Auftaktveranstaltung: Zwei Tage lang versorgten 16 hochkarätige Referenten aus der Immobilien- und Gastronomiebranche rund 100 Teilnehmer mit fundamentalem Lernstoff. „Immer schön gemeinsam...“, so der Arbeitstitel der Veranstaltung, die in Wiesbaden statt fand und viel Support von food-service (Medienpartner) erhielt.

 

Groß waren die Erwartungen der Teilnehmer beider Branchen, die sie an den neuen Kongress der Veranstalter, ’the conference group’ und Heuer Dialog (Deutscher Fachverlag) knüpften. Sie wurden inhaltlich mehr als erfüllt, denn die mit Filmspots und Grafiken untermauerten professionellen Vorträge schlugen thematisch einen großen Bogen von volkswirtschaftlichen Gastronomie-Daten bis zur Frage, wie Investoren und Banken die Gastrobranche bewerten. Das große Interesse der Gastronomen am Dialog mit Gesprächspartnern der Immobilienseite belegte ihre überproportionale Repräsentanz. „Hier sind die Gastronomen klar in Vorleistung getreten, nun sind die Immobilienentwickler gefragt, auf die Gastro-Branche zuzugehen“, forderte Axel Weber von Axel Weber & Partner, der die Diskussionen brillant moderierte.

 

Als Essenz der Veranstaltung hier nun ausgewählte Statements der Referenten:

 

„Essen außer Haus ist lokal geprägt. Doch die meisten Trends gelten international“, Jochen Pinsker, Senior Vice President, NPD Group, Nürnberg/Chicago.

 

„Man isst, wo man ist. Der gastronomische Wertschöpfungsprozess kann nicht im Internet verschwinden“, Gretel Weiß, Herausgeberin food-service/FoodService Europe & Middle East, Frankfurt.

 

„Think digital, act analogue/Digital denken, analog handeln“, Ibrahim Ibrahim, Managing Director, Portland Design, London.

 

„Auf der einen Seite bemerken wir eine extreme Digitalisierung und auf der anderen Seite einen wahnsinnigen Anspruch an die Echtheit von Raum, Design und Deko“, Axel Weber, Inhaber, Axel Weber & Partner, Bochum.

 

„Lage, Lage, Lage, aber nicht um jeden Preis. Jede Lage einzeln muss sich wirtschaftlich rechnen“, Mirko Silz, Vor-stand, Vapiano, Bonn.

 

„Wir haben mittlerweile einen Blumenstrauß an Standorttypen. Der Vorteil von 1A-Lagen sind verkürzte Anlaufzeiten.“, Tobias Jäkel, Geschäftsführender Gesellschafter, MoschMosch, Frankfurt.

 

„Wir, Kamps Backstube, sind eigentlich Gastronomen. Und ich habe eine Vision: Als Holländer möchte ich deutsches Brot international verkaufen“, Jaap Schalken, Vorsitzender der Geschäftsleitung, Kamps, Schwalmtal.

 

„Bei McDonald’s ist die Zu-kunft nachhaltig“, Mathias Schätzthauer, Department Head in Energy Management, McDo-nald’s Deutschland, München.

 

„Wir denken nicht nur bezogen auf den einzelnen Standort, sondern im Gesamtnetz. Übrigens: 35 % des gastronomischen T&R-Umsatzes ist Kaffee“, Carlo Caldi, Chief Marketing Officer, Autobahn Tank & Rast, Bonn.

 

„Wir haben 900 gastronomische Mietverträge. Sie stehen für 426 Mio. € Jahresumsatz“,  Klaus Striebich, Managing Director Leasing, ECE Projektmanagement, Hamburg.

 

„Das Thema Gastronomie ist noch emotionaler aufgeladen als die Hotellerie. In ein Rating müssten deshalb entsprechende Faktoren aufgenommen werden“, Stephan Gerhard, Geschäftsführender Gesellschafter, Treugast Solutions, München.

 

 

„Die Ausfallrate bei der Finan-zierung von Systemern ist gleich Null. Die machen einen guten Job. Top-Standorte zu kriegen, ist das schwierigste Thema in unserer Branche“, Heinrich Wurster, Vertriebsdirektor, Bitburger Braugruppe, Bitburg.

 

„Existenzgründer müssen All-rounder sein“, Carsten Gerlach, Geschäftsführer, Joey’s Pizza International, Hamburg.

 

„Je genauer die Regelung im Vorfeld, desto besser für beide Seiten: Mietverträge, in denen die Baubeschreibung doppelt so dick ist wie der Mietvertrag selbst – das sind gute Verträge“, Matthias Frank, Partner Kucera Rechtsanwälte, Darmstadt.

 

„Denkmalschutz ist nicht nur eine Verpflichtung, sondern eine Chance (Bikini Berlin)“, Dr. Tillmann Bardt, soda Beratungsgesellschaft, Bochum.

 

„Wir können nur mit Gastrono-men zusammenarbeiten, die Vollprofis sind, denn einen Flop können wir uns nicht erlauben“, Mark Hallstein, Senior Category Manager Food & Beverage, Fraport, Frankfurt.

 

„Meine Erfahrung: Gastronomen sind keineswegs zurückhaltend, sondern hochengagiert im Kampf um gute Standorte“, Manuel Jahn, Head of Investors and Financers Division – Real Estate Consulting, GfK GeoMarketing, Hamburg.

 

www.cafe-future.net

 

 





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