Hotelmarkt Deutschland

2013 neuer Rekordwert bei Übernachtungen

Das deutsche Beherbergungsgewerbe konnte im Jahr 2013 seine Übernachtungszahlen zum vierten Mal in Folge steigern. Mit einem Anstieg um 1,1 % wurde ein neuer Rekordwert von 411,8 Millionen Übernachtungen erreicht. Die Branche zählte insgesamt 34.408 Betriebe (davon 21.186 Hotels/Hotels garnis), die durchschnittliche Zimmerauslastung wuchs von 66,2 auf 66,9 %. Auch beim durchschnittlichen Zimmerpreis (netto) wurde ein Plus verbucht – von 93,70 € im Jahr 2012 auf 94,40 € im letzten Jahr. Der durchschnittliche Zimmerertrag (RevPar) lag bei 63 € (+1,7 %).

„Die deutsche Hotellerie hat sich damit erneut als Impulsgeber der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung erwiesen“, sagte Fritz G. Dreesen, Vorsitzender des Hotelverbandes Deutschland, diesen Mittwoch in Berlin anlässlich der Präsentation des IHA-Branchenreports 'Hotelmarkt Deutschland 2014'. Insgesamt erzielten die Hotels, Hotels garnis, Gasthöfe und Pensionen 2013 einen Nettoumsatz von rd. 21,2 Mrd. €.

Der durch die Mehrwertsteuersenkung für Übernachtungen initiierte Turnaround schlug laut Verband mit einem Zuwachs von 1,9 % auch bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten überproportional zu Buche (Gesamtwirtschaft +1,2 %).

Sorgen und Ärger bereiten den Hoteliers im Lande allerdings die mittlerweile schon in 16 Städten und Gemeinden zur Finanzierung der kommunalen Haushalte eingeführten Bettensteuern. Auch die von Online-Buchungsportalen weiterhin angemahnten Meistbegünstigungsklauseln behindern die wirtschaftliche Entwicklung der Hotellerie und einen fairen Wettbewerb. Hoffnung auf eine nachhaltige Kostenentlastung setzt die Branche dagegen auf die von Europäischer Kommission und Parlament vorgesehene Senkung der Kreditkartengebühren (Interbankenentgelte).

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