Buchtipp

3. Ausgabe Slow Food Genussführer Deutschland 2017/18

Die dritte Ausgabe des Slow Food Genussführers Deutschland 2017/18 ist erschienen: Mit inzwischen über 500 getesteten und empfohlenen Gasthäusern – darunter 150 neuentdeckte Konzepte – von Nord bis Süd und Ost bis West, beweist der mittlerweile etablierte Gastro-Kompass erneut seine kulinarische Kompetenz. Von Michelin oder Gault Millau hebt sich der Genussführer bewusst ab, denn er setzt Akzente in regionaltypischer Küche ausgesuchter Restaurants, Landgasthöfe und Weinstuben.


Entsprechend lauten die Kriterien für Auswahl und Bewertung der vorgestellten Betriebe: Regional geht vor international, handwerklich vor extravagant und bezahlbar vor hochpreisig. Der Genussführer setzt den Schwerpunkt auf Gasthäuser, deren Speisen lokal, gesund, fair und häufig sogar Bio sind. „Wer mit frischen und saisonalen Lebensmitteln der Region kocht…, wer gutes Handwerk praktiziert und geschmackvoll würzt statt Geschmacksverstärker einzusetzen, wer sich der kulinarischen Tradition seiner Region bewusst ist und im familienfreundlichen Preissegment bleibt, wer ein einladendes Ambiente bietet, einen herzlichen Service und eine richtig gute Küche – der gehört in den Slow Food Genussführer“, so die starke Message bereits auf der Umschlagseite.

608 Seiten ist die dritte Ausgabe des Ratgebers dick geworden: Der Slow Food Genussführer Deutschland 2017/18 brilliert mit mehr als 500 getesteten und empfohlenen Gasthäusern, Restaurants, Fischkaten und Weinstuben – ein unverzichtbarer Wegweiser für die regionale Küche.

Viele Neue im Norden und Osten. 157 Neueinträge sind ebenso enthalten wie 45 erstmals ausgewiesene biozertifizierte Adressen. 50 Adressen wurden gestrichen. Vor allem im Norden und Osten viele Neueinträge. Nach dem großen Verkaufserfolg der beiden Vorgänger-Ausgaben mit zusammen 35.000 verkauften Exemplaren sind Herausgeber und Verlag optimistisch, dass auch die dritte Ausgabe bei den Lesern gut ankommen wird. „Mit dieser Ausgabe sind wir mehr als nur zufrieden“, betont Wieland Schnürch, Münchner Anwalt, der das Herausgeberteam von Slow Food Deutschland leitet.

Regionale Reminiszenz im Namen. Auffällig, dass sich der regionale Trend in den Gaststuben immer öfter schon in den originellen Namen der Häuser wider spiegelt. Da debütieren in Berlin ein ‘Braugasthaus Doldenmädel‘ oder ein ‘Herz & Niere‘. Auch eine ‘Feld-Wirtschaft‘ bei Ulm trägt ihr Programm im Namen, ebenso wie die ‘Speisenkammer‘ in Brandenburg oder die ‘Meeresfrüchte‘ in Cuxhaven. Nomen est omen, das gilt auch für das ‘WEINreich‘ in der Pfalz oder ‘Red – die grüne Küche‘ in Heidelberg, für ‘Soul Food‘ in Koblenz oder die ‘Goldmarie‘ und das ‘Upper Eat Side‘ in München: Hier wächst eine junge Generation nach, die der regionalen Küche endgültig die ihr oft nachgesagte Biederkeit austreibt.

Erweitert wurde unter anderem der Serviceteil: Eine wichtige Neuerung ist etwa das ABC der regionalen Spezialitäten. Hier werden in einem 20-seitigen Glossar mundartliche Begriffe erklärt – von der nordhessischen Ahlen Worscht über Mogndratzerl oder Pillekuchen bis hin zum fränkischen Zwetschgenbames. Neben einem Gaststätten- und Ortsregister erleichtern Karten das Auffinden der Häuser.

Warum gab es 2016 keine neue Ausgabe? „Der relativ geringe Zuwachs an Neuzugängen hätte ehrlicherweise 2016 keinen neuen Jahrgang gerechtfertigt. Die schöpferische Pause hat hingegen allen gutgetan und wurde von unseren Testgruppen (über 500 ehrenamtlich tätige Slow-Food-Mitglieder) genutzt, um mit dieser Neuausgabe wiederum einen stattlichen Zuwachs von mehr als 150 Gasthäusern zu präsentieren“, erklärt Wieland Schnürch, Leiter der Genussführer-Kommission in seinem Vorwort. Erhältlich ist die erste Auflage des neuen Genussführers 2017/18 seit September 2016 im Oekom Verlag.
Slow Food Deutschland wurde 1992 gegründet und ist ein eingetragener Verein mit Geschäftsstelle in Berlin. Die Slow-Food-Bewegung zählt Anfang 2016 in Deutschland etwa 14.000 Mitglieder in rund 85 Convivien (lokalen Gruppen), weltweit sind es mehr als 100.000 Menschen in über 170 Ländern.

Slow Food Deutschland e.V., Slow Food Genussführer Deutschland 2017/18. 608 Seiten, gebunden mit Lesebändchen. ISBN 978-3-86581-809-6. 24,95 € /25,70 (A). Auch als E-Book erhältlich.

www.oekom.de




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