30. IMF digital

Flexible Micro-Markets sind Gewinner der Post-Corona-Ära

Selectas Micro-Market Foodie's ermöglicht flexible Verpflegung der Mitarbeiter rund um die Uhr.
Selecta
Selectas Micro-Market Foodie's ermöglicht flexible Verpflegung der Mitarbeiter rund um die Uhr.

Mit automatisierten Verpflegungsangeboten reagieren Unternehmen auf die geringere Frequenz in den Betriebsrestaurants. Micro Markets und intelligente Snackautomaten schließen effizient eine Lücke bei der Versorgung rund um die Uhr. Selecta-Geschäftsführer Michael Kieppe skizziert auf dem 30. IMF Digital die neuesten Trends.

In den USA sind Micro Markets bereits seit einigen Jahren auf dem Vormarsch. Ihre Zahl hat laut Kieppe von rund 2.600 im Jahr 2012 auf derzeit geschätzt 40.000 zugelegt, jeden Monat kommen 600 weitere hinzu. Doch auch hierzulande erkennt der Geschäftsführer von Selecta Deutschland und Österreich, einen klaren Trend hin zu automatisierten Versorgungsangeboten im Außer-Haus-Markt.

Denn auch nach Corona wird dank Home Office die von den Arbeitnehmern in den Büros verbrachte Zeit zurückgehen. Hinzu kommt der Ernährungstrend Snackification, der unter anderem mit der Tendenz zu mehreren kleineren Mahlzeiten im Laufe des Tages einhergeht. Um Mitarbeiter flexibel, zeitgemäß und effizient zu verpflegen, gehören immer häufiger Micro Markets zum Angebot. Zumal die technische Entwicklung immer ausgefeiltere und intelligente Lösungen ermöglicht.

So hat Vending-Specialist Selecta beispielsweise mit dem Micro Market-Konzept Foodie's ein Format entwickelt, das laut Kieppe mit frischen Gerichten, Snacks, Getränken und Kaffee die "Quintessenz aus Restaurant, Shop und Kiosk" bietet und sich für Unternehmen ab 150 Mitarbeitern rechnet. Der Platzbedarf des modularen Konzepts beginnt bei sieben Quadratmetern.
Kontaktloses Bezahlen per App oder Karte wird an Automaten zum Standard.
Screenshot foodservice
Kontaktloses Bezahlen per App oder Karte wird an Automaten zum Standard.

Für kleinere Unternehmen ab 50 Mitarbeitern bietet Selecta den intelligenten Kühlschrank Foodie's Grab & Go, der nur zwei Quadratmeter Fläche benögtigt. Gegenüber älteren Automaten erlaubt Grab&Go dank Waage und kontaktlosem Bezahlen sogar, ausgesuchte Ware nach Prüfung wieder zurückzustellen und den Kauf zu annullieren. Kieppes Lieblingsprojekt ist jedoch der Steamer. Er bereitet binnen 40 Sekunden heißen Gerichte zu. Mit Mikrowelle würde das mindestens dreieinhalb Minuten dauern, betont er.

Doch kann ein automatisiertes Versorgungsangebot für Kieppe nur funktionieren, wenn der regelmäßige Nachschub mit frischen Produkten gewährleistet ist. Und hier sieht er sein Unternehmen mit 4.500 Mitarbeitern in 250 Selecta-Filialen bestens aufgestellt. Auch wenn der Markt sich verändern wird und neue Wettbewerber dazustoßen.





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