35 Jahre Marché International

Eine Zeitreise mit Höhen und Tiefen

Der Zugang zum ersten Marché-Restaurant, 1983 in Stuttgart eröffnet.
Marché International
Der Zugang zum ersten Marché-Restaurant, 1983 in Stuttgart eröffnet.

70 Jahre Mövenpick, 35 Jahre Marché International. Die Geschichte des Pioniers in Sachen Marktrestaurants und heutigen Multi-Konzept-Spezialisten lässt tief blicken - und einiges lernen. Dieser Text ist ein Exzerpt der Titelgeschichte "70 Jahre Mövenpick..." aus der Septemberausgabe der foodservice.

Wie es gelingt, eine starke Marke erfolgreich durch Höhen wie Tiefen zu führen und mit Innovationskraft auf einen zukunftsweisenden Kurs zu bringen, zeigt das Beispiel Marché der Schweizer Mövenpick Gruppe. Frische, Transparenz, Frontcooking, so lautet, auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht, heute wie damals die Grundidee der Marché-Marktrestaurants. Mit schmerzhaften und zugleich wichtigen Learnings auf halber Strecke.

Ueli Prager Vater des Marché-Konzepts

Die Gründung der Marché- und Mövenpick-Restaurants ist einer der ganz großen Gestalten der Hospitality-Branche zu verdanken.1983 lancierte Mövenpick Konzern-Gründer Ueli Prager den Betriebstyp Marché Mövenpick als Zweitmarke neben den ebenfalls als Benchmark ihrer Zeit geltenden Mövenpick Fullservice-Restaurants (1. Mövenpick Restaurant: 1948 in Zürich). In beiden Kategorien waren Konzepttyp und -botschaft wegweisend für die Marktsituation ihrer Zeit und zu Beginn der Achtziger die Selbstbedienungs-Struktur geradezu eine revolutionäre Idee.

Die Ära der Marché-Restaurants begann in Deutschland: Der Pilotbetrieb in der Stuttgarter Königstraße, 1.200 qm Fläche in Basement-Lage, zog mit faszinierender Marktplatz-Atmosphäre und Frontcooking an den Marktstationen – es wurde überall zubereitet, gegrillt, gebacken, gegart – nicht nur die Gäste in den Bann.

Von Grund auf frisch

Es war ein Aha-Erlebnis für die gesamte Gastro-Branche und sogar für die Mövenpick-Verantwortlichen selbst. Das Preisniveau war bewusst moderat gewählt – ausgerichtet auf breitentaugliche SB-Gastronomie. Weil das Wagnis in puncto Produktion und Prozesse im Vorfeld zu groß schien, stützte man sich anfangs noch auf einige vorbereitet bezogene Produkte, sicherheitsbedingt. Dies wurde jedoch rasch in die geplante vollumfängliche "Von Grund auf"-Frischeproduktion geändert – ohne Kompromisse, heißt: kompletter Verzicht auf Tiefkühllager und rückwärtige Küchen. Fortan galt: Fokus auf absoluter Frische dank täglicher Lieferung der Produkte mit einem Großteil direkt bezogener Produkte bei Bauern der Region.

Das Marktplatzformat überzeugte auf der ganzen Linie. Als die Umsatzzahlen des Pilotbetriebes die Erwartungen von 7,5 Mio. DM/Jahr übertrafen, wurden weitere Standorte mit vergleichbaren Rahmenbedingungen eröffnet: XXL-Formate in frequenzstarken Innenstadtlagen. Dem Wachstum in Deutschland folgte die internationale Expansion.
Eckdaten Marché International (Stand 31.12.2017)
Umsatz 259 Mio. CHF (Vj. 245 Mio. CHF) inkl. Franchise- und Managementbetriebe
Standorte 92
Gastro-Units 185
Gäste 32 Mio.
Mitarbeiter 2.859 (FTE = full time equivalents, 1. Januar 2016)
Ländermärkte 11
Länderpräsenz CH, D, AT, SLO, NOR, HUN, CROA, Kanada, Singapur, Indonesien, Malaysia



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