3G am Arbeitsplatz

“Es bleiben Unklarheiten”

Auf die Umsetzung der 3G-Regel am Arbeitsplatz hat Quickservice-Riese Burger King Deutschland seine Eigenregie-Standorte vorbereitet. Trotzdem bleiben Unsicherheiten.
IMAGO / F. Anthea Schaap
Auf die Umsetzung der 3G-Regel am Arbeitsplatz hat Quickservice-Riese Burger King Deutschland seine Eigenregie-Standorte vorbereitet. Trotzdem bleiben Unsicherheiten.

Seit gestern, Mittwoch, 24. November 2021, gilt deutschlandweit am Arbeitsplatz die 3G-Regel. Die Arbeitsstätte betreten darf nur noch, wer geimpft, genesen oder tagesaktuell getestet ist. FOOD SERVICE hat bei Burger King und McDonald's nachgefragt, wie sich die praktische Umsetzung gestaltet.

„Die Pandemie stellt insbesondere unsere Branche vor große Herausforderungen – und das zum einen aufgrund rückläufiger Gästezahlen und zum anderen durch von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Regulierungen“, betont Burger King-Sprecher Daniel Polte. „Die 3G-Regel gilt nun bundesweit und scheint auf den ersten Blick unkompliziert umsetzbar und klar. Aber eben nur auf den ersten Blick.
 
Zum einen sei unklar, wer die Tests abnehmen beziehungsweise überprüfen dürfe. „Wenn die Schicht morgens um 6 oder 7 Uhr beginnt, sind die Testcenter noch geschlossen“, so Polte. Also bieten die von der Burger King Deutschland GmbH in Eigenregie geführten Standorte die Testung selbst an. „Wir führen die Tests in den Pausenräumen durch, bei geöffneten Fenstern und unter allen möglichen Sicherheitsvorkehrungen.“ Unter Aufsicht von Mitarbeitern würden Durchführung und Ergebnisse kontrolliert. Ungeimpften Mitarbeitern könne man so die für sie kostenfreie Testung ermöglichen.
 
Wer allerdings diese Aufsicht tatsächlich übernehmen darf und ob eine Zertifizierung notwendig sei, werde aktuell noch geprüft. „Hinzu kommt, dass viele unserer Mitarbeitenden den öffentlichen Nahverkehr nutzen. Auch hier brauchen sie ihr Testergebnis. Doch dürfen sie hier ein vom Arbeitgeber ausgestelltes Zertifikat nutzen?“, fragt Polte.

Digitale Lösung geplant

Gleichzeitig arbeite man derzeit an der Erfassung des Impfstatus‘ der Mitarbeiter. „Gemeinsam mit unserem Technikanbieter wollen wir eine digitale Lösung dafür aufsetzen. Noch wird alles in Excel-Tabellen oder Papierform erfasst.“ Wie hoch die Impfquote im Unternehmen sei, lasse sich noch nicht abschätzen.
 
In der Zentrale haben wir eine sehr hohe Impfquote“, berichtet Burger King-Sprecher Polte. „Überwiegend sind die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Homeoffice. Wer dennoch einmal kommen muss und nicht geimpft ist, muss sich gemäß 3G testen; alle anderen rufen wir zum Test auf.“

Auch McDonald's testet vor Ort

Wettbewerber McDonald's verweist darauf, dass es in vereinzelten Regionen bereits 3G-Regelungen für Mitarbeiter gegeben hat. Man habe deshalb diesbezüglich schon vor einiger Zeit einen Ablaufplan erstellt, der den McD-Restaurants die Informationen an die Hand gibt, welche Tests wie lange gültig sind und wie genau getestet werden muss. Wenn die Mitarbeiter das Angebot einer Testung im Restaurant annehmen, geschieht das unter Aufsicht eines Test-Koordinators, der von jedem Restaurant im Vorfeld benannt werden muss.

Natürlich bedeute das für die Restaurants und die Mitarbeiter einiges mehr an zeitlichem Aufwand – "letztendlich hilft eine regelmäßige Testung aber auch dabei, dass Infektionsgeschehen frühzeitig erkannt werden und so auf lange Sicht große Infektionsherde möglichst vermieden werden", heißt es seitens McDonald's.
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