Studentenwerk Oldenburg

40 Jahre Mensa Uhlhornsweg

Mit einem Jubiläumsbuffet, Geburtstagskuchen und einem Gewinnspiel hat das Studentenwerks Oldenburg kürzlich den 40. Geburtstag der Mensa Uhlhornsweg gefeiert. Es ist die größte und älteste Mensa des Studentenwerks, die 1975 – ein Jahr nach Gründung der Universität Oldenburg – eröffnet wurde.

Die Geschichte der Mensa von Anfang an begleitet hat Clemens Scholtalbers, der heutige Küchenleiter. Bevor er und seine damals sechs Kollegen den Kochlöffel schwingen konnten, mussten sie erst einmal zum Besen greifen, denn die Bauarbeiter hatten nicht gerade hygienische Reinheit hinterlassen. „Wir wollten endlich anfangen zu kochen, deshalb haben wir schnell selbst saubergemacht“, erinnert sich Scholtalbers. Zunächst wurden täglich 400 Portionen gekocht, das neue Angebot wurde jedoch so gut angenommen, dass bereits Ende des Jahres 700 Portionen über den Tresen gingen. Heute werden täglich bis zu 4.000 Essen ausgegeben.

Formtabletts und kleine Auswahl

Die große Vielfalt, die heutigen Studierenden in der Mensa begegnet, kannten die Mensa-Gäste der ersten Jahre jedoch nicht: „Es gab ein Stammessen und ein Auswahlessen, das war alles.“ Serviert wurde das Gericht auf praktischen, aber nicht gerade ansprechenden Formtabletts mit Vertiefungen für Fleisch und Soße, Gemüse, Dessert und Besteck. An einen Nebeneffekt dieser Tabletts erinnert sich Scholtalbers mit Grauen: „Mit der Zeit verbogen sich die Formtabletts, so dass zur Mittagszeit  manchmal ein ohrenbetäubendes Geklapper in der Mensa herrschte.“ Die Ära der Formtabletts ging 1982 zu Ende.

Weniger Fleisch, mehr Interesse an Ernährung

In den letzten vier Jahrzehnten hat Scholtalbers einen deutlichen Wandel bei seinen Gästen festgestellt. Früher hätten sich nur wenige wirklich für Ernährung interessiert, heute sei das Thema vielen Studierenden wichtig. Früher wurde zudem viel fleischlastiger und insgesamt deftiger gekocht – jeden Tag ein vegetarisches Hauptgericht, so wie heute? Undenkbar! Nicht wegzudenken sind dennoch seit vierzig Jahren einige fleischhaltige Klassiker unter den Mensa-Gerichten: Hähnchenschnitzel oder Bratwurst etwa.

Ständig auf der Suche nach Verbesserungen

Viel verändert hat sich auch in der Herstellung: Während in der Anfangszeit regelmäßig auf Fertigprodukte zurückgegriffen wurde oder etwa fertige Desserts direkt im Becher gekauft wurden, wird heute nahezu alles selbst gekocht. So wird einerseits dem Bemühen um Nachhaltigkeit Rechnung getragen, welches das Studentenwerk seit langem kennzeichnet. Andererseits ist die Qualität einfach besser.
Scholtalbers und sein Team sind trotz jahrzehntelanger Erfahrung immer noch kritisch: Erst im letzten Jahr entschieden sie sich, die bisher eingesetzte Universal-Würzmischung aus der Küche zu verbannen: „Uns gefiel nicht, dass darin Glutamat enthalten war.“ Also tüftelten Clemens Scholtalbers und sein Stellvertreter, Hans-Jürgen Wallasch, so lange in der Versuchsküche, bis die Rezeptur für eine selbst hergestellte Würzmischung gefunden war: Natürlich ganz ohne Glutamat.

Das Studentenwerk Oldenburg besteht seit 1974 und ist für die soziale, gesundheitliche, wirtschaftliche und kulturelle Förderung von rund 25.000 Studierenden an der Universität Oldenburg, der Jade Hochschule und der Hochschule Emden/Leer zuständig. Es betreibt Mensen und Cafeterien, Wohnanlagen, Kitas und ein Kulturbüro, ist für das BAföG zuständig und bietet vielfältige Beratungsmöglichkeiten.

www.studentenwerk-oldenburg.de





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