GfK

40 Prozent aller deutschen Haushalte sind Einpersonenhaushalte.

Die Studie 'GfK Bevölkerungsstrukturdaten 2013' zeigt, dass Deutschland regional höchst verschiedene Bevölkerungsstrukturen aufweist. Der Anteil der Einpersonen-Haushalte in Deutschland liegt laut der aktuellen Studie bei 40 Prozent. Im gesamtdeutschen Vergleich lag im Jahr 2013 der Anteil der Mehrpersonen-Haushalte ohne Kinder bei 31,5 Prozent und damit über dem Anteil der Haushalte mit Kindern von 28,5 Prozent.

Bei den Singlehaushalten liegt im Vergleich der deutschen Kreise wie in den Vorjahren der Stadtkreis Regensburg mit einem Anteil von 55,7 Prozent ganz vorn. Das ist das 1,4-Fache des Bundesdurchschnitts. Der zweitplatzierte Stadtkreis Berlin ist mit 54,3 Prozent, gefolgt von den Stadtkreisen Würzburg, München und Hamburg. Am niedrigsten ist der Single-Haushaltsanteil im Landkreis Cloppenburg mit 23,1 Prozent. ​

Ebenso wie die Single-Haushalte am häufigsten in den großen oder Universitätsstädten zu finden sind, ist der Anteil der Haushalte mit Kindern in ländlichen Regionen oft besonders hoch. Den höchsten Kinderanteil hat der bayerische Landkreis Landshut mit 39,2 Prozent, gefolgt von weiteren bayerischen Kreisen wie Kelheim und Straubing-Bogen. Der Landkreis Cloppenburg liegt im Vergleich der Mehrpersonen-Haushalte ohne Kinder mit einem Anteil von 39,1 Prozent an der Spitze.

Den größten Anteil haben in Deutschland die Senioren-Haushalte (60 Jahre und plus) mit 35,3 Prozent, gefolgt von den 40-49-Jährigen mit 20,2 Prozent, den 50-59-Jährigen mit 18,2 Prozent und den 30-39-Jährigen mit 14,5 Prozent. Der Anteil der jungen Haushalte unter 30 Jahren ist mit 11,7 Prozent bundesweit weiterhin am geringsten. Den höchsten Anteil junger Haushalte findet man in der Universitätsstadt Leipzig: 22 Prozent aller Haushalte liegen dort in dieser Kategorie – das ist nahezu das Doppelte des Bundesdurchschnitts.

Der Stadtkreis Chemnitz führte hingegen im Jahr 2013 mit einem Anteil von 43,8 Prozent die Rangliste beim Anteil der Senioren-Haushalte an – das ist rund ein Viertel über dem bundesweiten Durchschnitt. Damit liegt Chemnitz vor dem Vogtlandkreis und Zwickau. ​

Die GfK Bevölkerungsstrukturdaten untersuchen auch den sozioökonomischen Status aller Haushalte einer Region – diese werden nach Höhe des verfügbaren monatlichen Einkommens in sieben verschiedene Kategorien eingestuft und beschreiben so die Einkommensverteilung. Bei den Topverdienern liegen die Kreise Hochtaunus, Main-Taunus und Starnberg mit Anteilen zwischen 16 und 18 Prozent ganz vorn. Das ist rund das Fünffache des bundesweiten Anteils von 3,5 Prozent. Bei den Geringverdienern ist auf Kreisebene der höchste Anteil mit 36,7 Prozent in Bremerhaven zu finden (über das 2,5-Fache des Bundesdurchschnitts), gefolgt von den Stadtkreisen Trier und Halle (Saale).

Bei den 'GfK Bevölkerungsstrukturdaten' handelt es sich um soziodemografische Daten auf verschiedenen regionalen Ebenen. Sie beschreiben Bevölkerung und Haushalte in Deutschland hinsichtlich ihrer Haushaltsstruktur (Ein- und Mehrpersonenhaushalte mit und ohne Kinder sowie Ausländerhaushalte), der Altersstruktur (Alter des Haushaltsvorstands) sowie der Einkommensstruktur (d.h. Unterscheidung von sieben Einkommensklassen). Daneben liegen auch Daten zur Bebauungsstruktur (Ein-, Zwei-Familienhäuser usw.) vor.

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