50 Jahre KFC

KFC will Umsatz vervierfachen

Deutschland Chef Marco Schepers (r.) und der Globalhead von KFC, Roger Eaton, schneiden die Torte zum 50. Geburtstag an.
KFC
Deutschland Chef Marco Schepers (r.) und der Globalhead von KFC, Roger Eaton, schneiden die Torte zum 50. Geburtstag an.

Eine der bekanntesten amerikanischen QSR-Marken feierte in Frankfurt ihren 50 Geburtstag: KFC wählte für diese Gala die Stadt aus, in der die erste Filiale im Jahr 1968 die Türen öffnete.

CEO Marco Schepers, der seit etwas mehr als einem Jahr die Geschicke der Marke in den DACH Ländern leitet, möchte gerne in den kommenden fünf bis sieben Jahren erreichen, dass KFC die Anzahl der Filialen auf 500 erhöht – Ziel ist ein Turnover von 1 Milliarde Euro. Zurzeit existieren 167 Filialen in Deutschland, der Umsatz beläuft sich auf 243 Mio. Euro (2017). In den letzten Jahren ging es mit KFC in Deutschland wieder nach oben. Für diese Leistung erhielt das Unternehmen im Jahr 2017 den von diesem Magazin vergebenen Hamburger Foodservice Preis. Schepers war damals bereits 14 Jahre im Unternehmen tätig und  für Finanzen und Development zuständig. In die Schweiz expandierte er mit KFC erst kürzlich.


Dass die genannte Zahl von 500 ein ambitioniertes Ziel ist, weiß Schepers selbst. „Wir brauchen aber ein solches Ziel. KFC hatte lange Zeit nicht die richtige Ziele und keine stringente Markenführung. Wir wollen angreifen. Das Produkt stimmt, wir haben das leckerste Hähnchen der Welt“, sagt er. Vor allem in Städten mit bis zu 50.000 Einwohnern sieht Schepers noch großes Potenzial.

Zehn Millionen Gäste gehen weltweit jeden Tag in KFC-Restaurants. Tatsächlich hat sich die Marke in den letzten Jahren auch in Deutschland gut erholt. Vor allem Twens und junge Familien haben den Hähnchenbratern zusätzliche Kundschaft gebracht. Mit trendigen Aktionen und einem cleveren Marketing ist es ebenfalls gelungen, die Marke instagramable zu machen – und somit auch für Teens in der Attraktivität zu steigern.

Roger Eaton, gebürtiger Südafrikaner und Lenker des Gesamtkonzerns KFC weltweit, stellte während der Gala klar, dass die Leitung in den USA auf den Ausbau der Filialen großen Wert lege. „In Europa haben wir vor allem in Deutschland noch eine ganze Menge Möglichkeiten“, sagte er. Zum Vergleich: In Großbritannien gibt es rund 900 KFC Filialen, in Russland rund 600.

Kurz nach der Gala wurde bekannt, dass Eaton zum Jahresende in Rente gehen wird. Für ihn wird wird Tony Lowings die weltgrößte Hühnchen-Kette mit rund 24 Milliarden Dollar Umsatz (2017) und 21.000 Filialen weltweit leiten. Lowings arbeitet seit 24 Jahren in verschiedenen Positionen im Yum-Konzern, zu dem neben KFC auch Taco Bells und Pizza Hut gehören.



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