Oktoberfest

5,6 Mio. Besucher kamen zur Wiesn

Am 3. Oktober ging das 183. Oktoberfest in München nach 17 Tagen zu Ende. Laut Schätzung der Festleitung kamen rd. 5,6 Mio. Besucher und erlebten die diesjährige Wiesn als ein Fest "wie früher", das Zeltwechsel und gemütliches Schlendern in entspannter Stimmung ermöglichte. Im Vorjahr hatten 5,9 Mio. Menschen die Theresienwiese angesteuert.
Trotz des erneuten Rückgangs der Besucherzahl (2014 kamen noch 6,3 Mio. Wiesn-Fans, davor waren es 6,4 Mio.) - teils dem nicht durchgängig guten Wetter geschuldet - zeigten sich Festleitung, Schausteller, Marktkaufleute und Wirte mit dem Verlauf der Wiesn sehr zufrieden. Erstmals dauerte die kleine Wiesn ohne die Oide Wiesn einen Tag länger.

Wiesnbegeisterte aus der ganzen Welt wollten sich das 183. Fest nicht entgehen lassen, darunter insbesondere am letzten Wiesn-Wochenende viele Italiener in Trachtenmontur. Laut Campingplätzen waren außerdem zahlreiche Gäste aus Australien, Brasilien, Neuseeland, Uruguay und den USA angereist.

Fakten zur Wiesn 2016 auf einen Blick
Gäste: 5,6 Mio. (2015: 5,9 Mio.)
Ochsenverzehr: 109 (2015: 114)
Kälber: 58 (2015: 50)
Stromverbrauch: 2,69 Mio. KWh (-7 %)
Wasserverbrauch: 110.000 m³ (leicht rückläufig)
Gasverbrauch: 188.000 m³ (15 % unter 2012)
Fundstücke im Wiesn-Fundbüro: 2.915 (2015: 2.948)

Zwar gab es laut Sprecher der großen Wiesnwirte einen Rückgang an Essen und Trinken um 12-15 % zum Vorjahr, der Sprecher der kleinen Wiesnwirte ist insgesamt mit dem Verzehrkonsum in den kleinen Wiesnzelten sehr zufrieden. Das Wetter brachte Vor- und Nachteile: Im Straßenverkauf gab es einen regenbedingten Rückgang, die Gäste tummelten sich eher drinnen. Als die Temperaturen anstiegen, ging der Verkauf in Cafézelten zurück, dafür waren die Biergärten hervorragend besucht.

Unter den 2.915 Fundstücken waren 680 Kleidungsstücke, 660 Geldbörsen, 580 Ausweise, 410 Smartphones, 250 Brillen, 220 Schlüssel, 90 Taschen, 55 Regenschirme, 55 Schmuckstücke und 15 Fotoapparate. In die Rubrik ‘Kurioses‘ fielen: ein Paar beige und braune Stöckelschuhe, zwei Hörgeräte, eine Kinderlederhose, zwei Romane ‘Nie wieder Blondinen‘ mit Widmung, ein Ipad, zwei GoPro-Kameras und besonders schön: ein ärztliches Attest und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für die Dauer der Wiesn.

Die Münchner Polizei spricht von einer ‘sicheren Wiesn‘ und lobt ausdrücklich die Sicherheitspartnerschaft zwischen Beschickern, Behörden, Bayerischem Roten Kreuz (BRK) und den Sicherheitskräften. Auch das neue Sicherheitskonzept sei aufgegangen. Das bestätigt auch die Bundespolizei, die einen Rückgang der Gesamtstraftaten und Diebstählen verzeichnet und erläutert, dass das Rucksack- und Taschenverbot auf der Festwiese am Hauptbahnhof keine Probleme verursachte. Für das Bayerische Rote Kreuz (BRK) war der Verlauf der Wiesn ruhig und normal.

www.muenchen.de


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