Accor - Ergebnissteigerung erzielt

Der französische Hotelkonzern Accor Hotellerie mit Sitz in Paris konnte sein globales Geschäftsergebnis im ersten Halbjahr 2000 um 36,1 Prozent auf 326 Mio. Euro steigern. Der konsolidierte Umsatz der Gruppe stieg um 20,7 Prozent ohne Abgänge und Währungsumrechnung. Davon waren 14,8 Prozent auf Neugeschäfte zurückzuführen, insbesondere den Erwerb der Red Roof Inns in den USA im Juli vergangenen Jahres. Der Gewinn vor Steuern, Abschreibungen und Zuweisungen zu den Rückstellungen (EBITDAR), erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2000 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24,6 % auf 851 Mio. Euro. Das Nettoergebnis, der Anteil der Gruppe, stieg um 26,9 Prozent auf 196 Mio. Euro. Per Ende August gehörten zur Accor Gruppe weltweit in allen Marktsegmenten knapp 3.500 Häuser mit 385.000 Zimmern. Für das laufende Jahr erwartet der Konzern sowohl beim globalen Geschäftsergebnis als auch beim Nettoergebnis einen Zuwachs von mindestens 20 Prozent. Die Accor Hotellerie Deutschland GmbH mit Sitz in München konnte für den Economy- und Business&Leisure-bereich ebenfalls Umsatzzuwächse verzeichnen. Das Nettoumsatzvolumen der Economy Hotelmarken Formule 1, Etap und Ibis erhöhte sich im ersten Halbjahr diesen Jahres um 12,3 Prozent auf 164,8 Mio. DM. Die durchschnittliche Zimmerauslastung lag bei der deutschen Accor Economy Hotellerie in den ersten sechs Monaten 2000 bei 74,9 Prozent und damit 1,7 Punkte über dem Vorjahreswert. Die 61 Hotels der Zwei-Sterne-Marke Ibis hatten mit 1,9 Punkten den höchsten Belegungszuwachs. Spitzenreiter unter den Ibis ist mit einer Belegungsrate von 92 Prozent das Ibis Hotel Köln am Dom. Der Bruttodurchschnittspreis pro Zimmer lag bei den Accor-Eco-Hotels im ersten Halbjahr bei 92,47 DM. Ende 2000 soll das Netz der Accor Economy Hotels in Deutschland insgesamt 129 Hotels umfassen. Auch im Business & Leisure-Segment mit den Marken Sofitel, Novotel und Mercure ist eine sprunghafte Steigerung des Umsatzvolumens festzustellen. Die 117 Hotels dieser Kategorie erzielten mit einem Plus von 44,9 Prozent einen Umsatz von 304,4 Mio. DM. Davon entfielen 17,4 Mio. DM auf die assoziierten Pannonia Hotels. Die durchschnittliche Zimmerauslastung stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres um 1,8 Punkte auf 62,4 Prozent, der Bruttodurchschnittspreis erhöhte sich auf 142 DM (Vorjahr: 140,2 DM). Zu der deutlichen Umsatzsteigerung trug vor allem die expandierende Marke Mercure bei. Durch die Ende 1999 übernommenen 27 Hotels der Baumhögger Gruppe und acht Queens Hotels, die zum Großteil in die Mercure-Kette integriert wurden, stieg die Zahl der Mercure Hotels im ersten Halbjahr 2000 von 41 auf 74 Betriebe. Die höchsten Umsätze erzielten die Großstadthotels in Frankfurt, Köln, München und Hamburg. Anke Cimbal



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