Aktueller BBG-Treugast-Betriebsvergleich Hotellerie

Die Münchner Treugast Unternehmensberatung hat gemeinsam mit der BBG Consulting Kanig GmbH, Düsseldorf, den Betriebsvergleich Hotellerie und Gastronomie Deutschland 2003 veröffentlicht. Die aktuelle Studie gibt einen Überblick über die derzeitige Geschäftssituation in der Hotellerie und macht als Management-Instrument eine Kostenkontrolle und Vergleiche möglich. Unterteilt in Umsatzgruppen werden in dem Betriebsvergleich unter anderem Klein-, Mittelstands- und Großhotellerie, reine Gastronomiebetriebe, Pensionen und Boardinghouses getrennt voneinander untersucht und detailliert dargestellt. "Der Betriebsvergleich hebt sich in vielen Bereichen deutlich von der Vielzahl ähnlicher Werke ab", erklärt Treugast-Geschäftsführer Stephan Gerhard. Die Untersuchung operiert mit zwei Kontenrahmen und stellt absolut aktuelle Zahlen dar: Für die Vergleichswerte fanden nur Zahlen aus dem Jahr 2002 Verwendung. Die Aufbereitung der Daten erfolgte nach zwei Kontenrahmen: dem Uniform System of Accounts fort the Lodging Industry (USALI) sowie dem in Deutschland altbewährten Mittelstandskontenrahmen SKR 70. Neben empirischen Daten aus der Vergangenheit bezog das Rechercheteam ebenfalls die Einschätzung des laufenden Jahres 2003 in konkreten Prozenten aus den Budgets der Unternehmen mit ein.

Einige zentrale Ergebnisse der Untersuchung: Die beste Umsatzrendite (24,3 bis 26,8 Prozent) aller Gruppen zeigen die Hotels garni mit einem Umsatz bis 600.000 Euro. Auch in der Gruppe ab 601.000 Euro Umsatz sind die Budgets der Hotel garni positiv. In der Kleinhotellerie sorgen die verhältnismäßig hohen anlagebedingten Aufwendungen für ein unzureichendes Betriebesergebnis. In der Mittelstandshotellerie könnte das Streben der Unternehmer nach teuren Service-Verbesserungen die Existenz des Betriebs gefährden, dennoch liegt die Umsatzrendite dort derzeit bei akzeptablen drei bis acht Prozent. Die Großhotellerie mit einem Beherbergungsanteil von über 55 Prozent schloss das vergangene Jahr trotz einer prozentual hohen Pacht erfolgreich ab - mit einer Auslastung von mehr als 60 Prozent. Ein echtes Wachstumssegment wird von vielen im Bereich der Boardinghäuser gesehen. Die Wellnesshotels - mit einem großen Anteil Sonstiger Umsätze - glänzen durch eine auffällig hohe Auslastung, die auch im Jahr 2002 über 70 Prozent lag. In der Gastronomie bietet die Gruppe mit einem Umsatz bis 500.000 Euro ein prozentual ordentliches Ergebnis (12,2 bis 17,7 Prozent), die in erster Linie auf die hohe Produktivität der Mitarbeiter bei gleichzeitig sehr tiefem Lohnniveau zurückzuführen ist.

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