Bio

Anteil im Außer-Haus-Markt soll erhöht werden

Der verstärkte Einsatz von Bio im Außer-Haus-Verzehr soll im Rahmen der der Zukunftsstrategie ökologischer Landbau (ZöL) eine wichtige Rolle spielen. Mitte Februar hatte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf der Biofach in Nürnberg eine Stärkung der biologischen Landwirtschaft angekündigt.

Da der umfassende und dynamische Außer-Haus-Markt noch großes Potenzial für den Einsatz von Bioprodukten aufweist, hat sich eine Arbeitsgruppe mit der Frage befasst, wie sich hier zusätzliche Impulse setzen lassen. Die 18-köpfige Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aus der Verwaltung von Bund, Ländern und Kommunen sowie Beratung, Wissenschaft und Praxis hatte dazu sechs Maßnahmen diskutiert und priorisiert. Drei davon wurden in der ZöL aufgegriffen.

Bioprodukte im Geschäftsbereich des BMEL

Das BMEL plant, den Bioanteil der Kantinen im eigenen Geschäftsbereich von derzeit 10 Prozent auf mindestens 20 Prozent zu erhöhen. Im Rahmen eines Begleitprojekts in den Kantinen des BMLE sollen sogar 30 Prozent angestrebt werden. Damit möchte das Ministerium eine Vorbildfunktion für die öffentliche Beschaffung übernehmen und Anstöße für den Privatsektor geben. Dazu soll die Zentrale Vergabestelle für den Geschäftsbereich des BMEL zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung Leistungs-beschreibungen erarbeiten, um einen möglichst hohen Anteil regionaler und biologischer Lebensmittel zu erreichen.

Infokampagne „20 plus X"

Um relevante Akteure in der öffentlichen Beschaffung für das Biothema zu sensibilisieren, ist im Rahmen des BÖLN (Bundesprogramm ökologischer Landbau und anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft im BMEL) eine deutschlandweite Informationsmaßnahme „20 plus X" vorgesehen. Ziel ist es, dass möglichst viele öffentliche Einrichtungen auf Bundes- und Landesebene sowie in Städten und Gemeinden einen Bioanteil von mindestens 20 Prozent erreichen.

Beratung zur ökologischen AHV

Gastronomische Betriebe und Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung sollen künftig eine Förderung beantragen können, wenn sie auf ihrem Weg zu "mehr Bio" Beratungen von externen Dienstleistern in Anspruch nehmen. Die genauen Modalitäten dieser Prozessberatung müssen allerdings noch erarbeitet werden.

Maßnahmen sollen möglichst bald ausgeschrieben werden

„Die beiden im Rahmen des BÖLN vorgesehenen Maßnahmen gehen jetzt in die interne Konzeptionsphase und werden sobald als möglich ausgeschrieben“, sagt Anke Brückmann von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Die Ökotrophologin leitete die Arbeitsgruppe zum Handlungsfeld „Öffentliche Beschaffung“. "Wir erhoffen uns, dass wir mit diesen Maßnahmen viele öffentliche und private Einrichtungen gewinnen können, die 20-Prozent-Schwelle zu erreichen oder zu überschreiten."

www.bmel.de


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