Universitätsklinikum Halle

Anti-Zucker-Kampagne gestartet

Das Universitätsklinikum Halle hat dem Zucker den Kampf angesagt. Seit dem 10. Januar gibt es an den Automaten und an den sonstigen Verkaufsstellen nur noch zuckerfreie Getränke. Doch das ist nur eine Maßnahme.


Zum Kaffee am Nachmittag können die Patienten jetzt neben Kuchen auch Obst und Naturjoghurt wählen. Ein Angebot, was ankommt: Seit Einführung werden rund 30 Prozent mehr Äpfel, Bananen und sonstige Früchte verzehrt, berichtet Diabetesberaterin Jana Schneider gegenüber dem Mitteldeutschen Rundfunk.

Täglich ein Gericht mit erhobenen Daumen

Zusätzlich werden gesündere Speisen mit weniger Zucker im Speisenplan fortan mit einem „erhobenen Daumen“ gekennzeichnet. Ein Essen pro Tag ist jeweils mit diesem Icon versehen. Der Daumen soll die Patienten zur Auswahl eines gesünderen Menüs motivieren und für das Thema sensibilisieren.

Halle Spitzenreiter bei Diabetes

Initiator der Kampagne ist Oberarzt und Diabetologe Dr. Rainer Pliquett. Die Händelstadt Halle ist mit gut 236.000 Einwohnern Deutschlands Spitzenreiter bei den Diabetes-Erkrankungen. Krankenhäuser sollten mit gutem Beispiel voran gehen und etwas gegen diesen traurigen Rekord machen, so Pliquett. Dabei sieht er die Verantwortung ebenso bei den Patienten. Als Klinik könne man jedoch jeden Einzelnen dabei unterstützen, weniger Süßes zu konsumieren.

Offensive kommt gut an

Bei den Patienten und Gästen der Uniklinik kommt die neue Anti-Zucker-Offensive gut an, wie Meinungsumfragen des Mitteldeutschen Rundfunks ergaben. Die Klinik sollte für Patienten gleichermaßen ein Ort sein, an dem man lerne, gesund zu leben, so ein Besucher gegenüber dem MDR.

www.medizin.uni-halle.de


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