Aufregung über Fingerabdruck für Schulessen

Willkommen in der Zukunft: An insgesamt 24 Schulen Norddeutschlands können Kinder ihr Mittagessen bereits bargeldlos per Fingerabdruck bezahlen. An einer Schule in Barmbek soll es dabei zu massiven Fehlern gekommen sein: Nach Berichten des „Hamburger Abendblattes“ hätten auch Kinder, die per Chipkarte zahlen wollten, ihren Fingerabdruck nehmen lassen müssen.

Eltern und Datenschützer zeigen sich empört: „Wenn es stimmt, dass Kindern mit leerem Magen gedroht worden ist, um an ihre Fingerabdrücke zu kommen, muss die Schulbehörde personelle Konsequenzen in Betracht ziehen“, sagte Sebastian Seeger, Spitzenkandidat der Hamburger Piraten zur Bundestagswahl, in einer Stellungnahme der Partei. „Einerseits wollen wir, dass unsere Kinder beispielsweise im Internet möglichst wenig von sich preisgeben. Andererseits lassen wir zu, dass Schulkantinen Daten abfragen, die ansonsten vor allem Strafverfolgungsbehörden erheben“, so Seeger weiter.

Die Adolph-Schönfelder-Grundschule im Stadtteil Barmbek hat das Fingerprint-Bezahlsystem zum neuen Schuljahr Anfang August eingeführt. Mittagessen in der Schulkantine können die Kinder jetzt nur noch, wenn sie entweder ihren Fingerabdruck oder einen modernen RFID-Chip vorzeigen. Wie das Abendblatt berichtet, habe die Catering-Firma „Kinderwelt“ die Fingerprints aber auch von Kindern nehmen lassen, die eigentlich per Chip bezahlen wollten. Nun seien viele Eltern über das fehlerhafte Vorgehen empört, die sich bewusst für das Chipverfahren entschieden haben.

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