Aus für Menü-Variant in Halle

Die Menü-Variant GmbH in Halle, hervorgegangen aus dem VEB-Speisenproduktionsbetrieb Halle wird zum Jahresende wegen unzureichender Auslastung geschlossen. Die Tochtergesellschaft der Hansa Tiefkühlmenü GmbH & Co. KG mit Sitz in Hilter will den 110 Beschäftigten einen Sozialplan anbieten, wie Geschäftsführer Hermann Beyer auf einer außerordentlichen Betriebsversammlung verkündete. Die Schließung des auf Tiefkühl-Fertiggerichte spezialisierten Werkes mit einer Kapazität von 75.000 bis 80.000 TK-Schalenmenüs pro Tag war aufgrund sinkender Nachfrage schon länger im Gespräch. Die Tagesproduktion von 40.000 bis 45.000 Einheiten pro Tag bedeutete eine Auslastung von rund 50 Prozent, die noch vor einem Jahr um 10.000 höher lag. Da in letzter Zeit wegen des rückläufigen TK-Menü-Marktes auch im Stammwerk Hilter die Kapazitäten nicht ausgelastet wurden, sei eine Zusammenlegung der beiden Betriebe unabdingbar geworden. Als Gründe für den in der ganzen Bundesrepublik sinkenden Absatz von TK-Menüs nennt Beyer die aktuelle BSE-Krise, den allgemeinen Rückgang des Fleisch-Konsums, die hohe Arbeitslosigkeit und Betriebsschließungen, die den Verkauf in der Betriebsverpflegung vermindern, und speziell für die neuen Ländern die starke, weil billige Konkurrenz von Fernküchen. Die Hansa-Gruppe, zu der außer der Mutter und der Tochter Menü Variant auch die Hansa Catering GmbH gehört, setzte im vergangenen Jahr rund 200 Mio. DM um.


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