München

Aus für das Traditionslokal Andechser am Dom

Die Nachricht kursierte jüngst in Münchner Medien: Der Andechser am Dom mitten in der Münchner Altstadt, eine Kultadresse seit 23 Jahren, muss zum 30. Juni schließen. Der Standort des Traditionslokals modernen Stils, betrieben von der Lokalgröße Sepp Grätz, fällt einer Umgestaltung der Immobilie zum Opfer, die seit 2015 zum Portfolio des Milliardärs August von Finck gehört.

Wie berichtet wird, plant Eigentümer Nymphenburg Immobilien AG, eine der Tochtergesellschaften des von Finck-Imperiums, am Standort hinterm Rathaus einen umfangreichen Neubau. "Wir hätten den Andechser am Dom am bisherigen Standort in unmittelbarer Nachbarschaft zum Münchner Liebfrauendom sehr gerne weitergeführt", heißt es in einer Pressemitteilung der Klosterbrauerei Andechs.

Aber: "Der Eigentümer hat vor, die Immobilien in der Weinstraße 7 und 7a komplett neu zu gestalten." Man habe auch weiterhin großes Interesse an einer gastronomischen Präsenz in München.

Unternehmer Sepp Krätz äußerte sich gegenüber der Süddeutschen Zeitung optimistisch: "Wir sind zuversichtlich und stark genug, um neu anzufangen.“ Das moderne Wirtshaus mit gut 100 Innen- und 70 Außenplätzen sah unter seinen Gästen mancherlei Prominenz. Und hat, wie Krätz vorrechnet, in 23 Jahren 10 Mio. halbe Liter Bier ausgeschenkt.

www.andechser-am-dom.de



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