Hamburger Foodservice Preis 2016

Auszeichnung für Allresto und die französische Bakery-Marke PAUL

Die diesjährigen Gewinner des Hamburger Foodservice Preises sind die Münchner Flughafen-Gastronomie Allresto und die Bäckereikette PAUL aus Frankreich. Damit geht die Auszeichnung zum einen an einen ideenreichen Macher der Airport-Gastronomie. Zum anderen steht mit PAUL einer der europaweit erfolgreichsten Vertreter der Bäcker-Szene auf dem Siegertreppchen. Der amerikanische Wissenschaftler Prof. Dr. Chris Muller erhält einen Sonderpreis für seine herausragende Foodservice-Expertise und seine Leistungen als Lehrer und Mentor der hiesigen Profi-Gastronomen.
Die Preisverleihung findet am 11. März, dem Abend des ersten Internorga-Tages, im Hotel Grand Elysée Hamburg in festlichem Rahmen vor knapp 500 geladenen Branchengästen statt.


Die diesjährigen Preisträger im Profil:
Allresto Flughafen München
Am Flughafen München ist die Tochter der Flughafengesellschaft gastronomischer Platzhirsch mit 68 Mio. Euro Netto-Umsatz 2015. Allresto bewirtschaftet drei Viertel der Foodservice-Betriebe des zweitgrößten deutschen Flughafens. Das Portfolio mit aktuell knapp 40 Gastro-Angeboten von Currywurst bis Fine Dining, ein Mix aus Lizenzen und Eigenmarken, verantwortet seit 1991 Gerhard Halamoda – er wurde im Jahr 2004 zum Geschäftsführer von Allresto berufen.

Allresto gilt mit als die beste Flughafen-Gastronomie weltweit – ein Prädikat, das wesentlich zur Profilierung des Airports selbst beiträgt. Dahinter steht eine Philosophie, die auf hohe Qualität, ein ausgeprägtes Serviceverständnis, einladendes Ambiente und prägnante Marken Wert legt. Überdies hat Halamoda schon früh auf lokale und regionale Traditionen gesetzt: Seit 16 Jahren spricht die Hausbrauerei Airbräu im öffentlichen Bereich des Airports sowohl Flugreisende als auch Flughafenangestellte und Gäste aus dem Umland an. Das Umsatzflaggschiff steht für allein 7 Mio. Euro Erlöse. Im neu entstehenden Satelliten-Terminal wird Allresto als gastronomischer Hauptakteur mit gleich mehreren Konzepten, darunter ein Mini-Viktualienmarkt und das Restaurant Sissi & Franz, dem internationalen Publikum alpenländische Lebensart vermitteln.


PAUL/Groupe Holder, Lille, Frankreich
In Sachen Qualität gibt es für das traditionsreiche Familienunternehmen Holder aus dem nordfranzösischen Lille keine Kompromisse: Hier wird authentisch französische, handwerklich geprägte Backwaren-Kultur gelebt. Heute ist die Bakery-Marke PAUL in Frankreich mit knapp 380 Eigenregie- und Franchise-Outlets präsent, das konzeptionelle Spektrum reicht von Kiosken und Shops mit Take-away-Angebot bis zu Cafés, Tearooms und Restaurants. Kalte und warme Back-Snacks, allen voran gefüllte Baguettes, spielen eine gewichtige und wachsende Rolle im Umsatzmix.
Längst ist die Marke ein gefragter Exportartikel. Seit 15 Jahren steuert Maxime Holder die Ende der 90er Jahre gestartete internationale Expansion. Jenseits Frankreichs ist PAUL derzeit mit rund 250 Outlets in 34 Ländern weltweit distribuiert, zu den gewichtigsten Märkten zählt der Mittlere Osten mit fast 60 Units. Inzwischen wächst das Geschäft im Ausland, wo der gastronomische Part eine erheblich stärkere Rolle spielt, weit rascher als im Heimatmarkt. Allein 2015 wuchs der System-Umsatz von PAUL International um 30 Prozent zum Vorjahr auf 285 Mio. Euro, das entspricht mehr als 40 Prozent der mit der Marke erzielten Gesamterlöse: ein Vorzeigefall erfolgreichen Wachstums europa- und weltweit.

Special Award: Prof. Dr. Christopher Craig Muller, Boston
Der in diesem Jahr erstmals verliehene Special Award gilt einem herausragenden Hochschullehrer aus den USA, der seit nun 20 Jahren als Lehrer, Coach und Redner an der Seite der deutschen und europäischen Profi-Gastronomie steht: Prof. Dr. Christopher C. Muller. Heute unterrichtet und forscht der Wissenschaftler an der School of Hospitality Administration an der Universität Boston.

Im Mittelpunkt seiner Studien steht das Thema „Successful Multi-Unit Restaurant Management“. In dieser Disziplin gilt er weltweit als Koryphäe. In zahlreichen Seminaren, zunächst an der Cornell University, später an der University of Central Florida und bis heute alljährlich im Zürcher Gottlieb Duttweiler Institute, brachte er jungen Unternehmern und dem hiesigen Führungsnachwuchs bei, worauf es ankommt und welche Hürden es zu nehmen gilt, wenn ein System den Weg in die Expansion antritt. Als Mitbegründer und konzeptioneller Mitgestalter des European Foodservice Summit trägt der souveräne Referent und Moderator zudem wesentlich zur Wertschätzung dieses führenden Branchenkongresses bei.

Die Preisträger in diesem Jahr bezeugen einmal mehr: Elementar für Fortschritt und Erfolg ist die Verbindung aus Beharrlichkeit und Mut zu Neuem. Das Festhalten an Bewährtem gepaart mit der Bereitschaft zur Innovation – dafür steht Allresto mit seiner anpassungsfähigen Konzeptstrategie und dem Bekenntnis zur Region genauso wie die französische Bäckerei PAUL: der heimischen Tradition verpflichtet, doch entschlossen, das Thema Back-Gastronomie auf internationalem Terrain neu zu definieren. Mit Chris Muller schließt sich der Kreis: Wissen im Branchen-Wandel verfügbar zu machen, das trägt die Gastronomie in die Zukunft.

Die Experten-Jury des Hamburger Foodservice Preises vergibt die Auszeichnung nicht allein für wirtschaftlichen Erfolg, sondern in erster Linie für die dahinter stehende Kreativität, Professionalität und Impulskraft der Preisträger für die Profi-Gastronomie. Seit 1983 wurden nunmehr insgesamt 100 herausragende Akteure mit dem Branchen-Award geehrt. Stifterin des Preises ist die dfv Mediengruppe, in der unter anderem die Wirtschaftsfachzeitschriften food-service und FoodService Europe & Middle East erscheinen.

www.munich-airport.de/allresto
www.paul-bakeries.com
Christopher Muller





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