Bavaria Alm-Premiere mit Christian Wulff

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein Ministerpräsident das Grand Opening einer neuen Restaurantmarke ziert. Drum herrschte doppelte Freude bei der Gastro & Alm GmbH, als Niedersachsens Landesvater Christian Wulff auf seiner sogenannten Sommerreise durchs Land mit Sonderbus und großem Pressetross pünktlich um 16 Uhr in Torfhaus im Harz eintraf. Und mindestens so willkommen seine Begründung für die Legitimation des konzeptionellen Bayern-Imports an diesen besonderen Platz: „Es ist Ausdruck der Weltoffenheit der Niedersachsen, dass wir heute hier die Bavaria Alm eröffnen.“ Dazu muss man wissen, dass die lokalen Wirte die neue Präsenz der systemgastronomischen Formel im höchsten Ort Niedersachsens zum Teil als deplatziert einstufen. Ganz, ganz anders die Gäste der ersten Öffnungstage vor dem offiziellen Start. Sie reagierten geradezu euphorisch („Endlich etwas Frisch-Freches inmitten von zu vielen angestaubten Gaststätten.“). However, mehr als 800 m über dem Meeresspiegel mit direktem Blick auf Norddeutschlands höchsten Berg, den Brocken (einzigartiger Standort für Wander- und Wintersportler – kostenlose Parkplätze für 600 Fahrzeuge) eröffnete ein neues Konzept namens Bavaria Alm. Unterzeile: Wirtshaus. Stammtisch. Restaurant. Geboten wird alpenländische Küche – von der Brotzeit bis zu deftig-warmen Speisen. Und das 365 Tage im Jahr, von 9 bis 24 Uhr. Auf rund 1.000 qm Grundfläche laden 230 Sitzplätze innen sowie eine großzügige Terrasse mit gemütlichen Bänken zum Verweilen ein. Sehr ansprechendes Ambiente - und mitten im Raum ein offener Kamin. Gut zwei Mio. € Investitionen für die moderne Almhütte. Rund 40 neue, ganzjährige Vollzeit-Arbeitsplätze. Die Sache ist deswegen so spannend, weil es sich bei der Bavaria Alm um das neue Schwesterkonzept von Cafe Del Sol handelt. Die Macher dieses äußerst erfolgreich und schnell expandierenden Betriebstyps (Christian Eggers, Delf Neumann und Dirk Meder) haben sich einen weiteren Partner an Bord geholt, nämlich Thomas Bourjau (bislang Vorstand der Spaten-Franziskaner Löwenbräu Gruppe), eine neue Gesellschaft gegründet und wollen jetzt ihre Erfahrungen mit einem Ethno-geprägten Betriebstyp auf alpenländische, gutbürgerliche Küche übertragen. Die Zeit dafür ist günstig – man isst und trinkt wieder Heimat. Weitsichtig wurde das Ganze vom Start weg so angelegt, dass auch der Konzept-Export in andere europäische Länder, nach Amerika und Asien machbar ist. Nicht sofort, aber mittel- und langfristig. „Fleisch und Bier haben eine zentrale Position im Angebot, eine eher maskuline Ausrichtung – im Gegensatz zu Cafe Del Sol, wo wir im Angebot eher feminin auftreten“, so Eggers. Man hat mit dem Angebotssortiment mitten in Hannover mit einer Restaurant-Institution namens Bavarium in den letzten zwei Jahren bereits geübt. Und festgestellt: Der Markt für traditionelle deutsche Küche ist nicht nur riesig, sondern als Gegentrend zu immer mehr Ethno auch voll angesagt. Der Pilotstandort für die Bavaria Alm ist wunderschön, doch natürlich total untypisch. Weiter geht’s schon im November mit einem Betrieb Nummer 2 in Hannover-Garbsen – direkt neben einem existierenden Cafe Del Sol-Outlet. Man hat Großes vor. www.bavariaalm.de www.cafedelsol.de


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