Schulverpflegung

Berlin ist Vorreiter

Bis zum Jahr 2007 werden deutschlandweit 10.000 neue Ganztagsschulen entstehen. Für die Errichtung stellt der Bund vier Milliarden Euro zur Verfügung. Mit dem Geld sollen bisherige Schulen fit für den Ganztagsbetrieb gemacht werden. Ein wichtiges Thema: die Verpflegung, denn dort, wo den ganzen Tag gelernt wird, muss auch gegessen werden. Auch in Berlin stehen diese Fragen an. 30 Ganztagsschulen sind neu in Planung. Die Berliner Senatsverwaltung wünscht sich ein Verpflegungsangebot in den Schulen, dass den Ansprüchen einer zeitgemäßen und nachhaltigen Verpflegung genügt. Neben dem Preis für das Essen sollen insbesondere gesundheitliche und auch ökologische Aspekte berücksichtigt werden. Hintergrund der Berliner Initiative ist unter anderem, dass der Anteil übergewichtiger Schulkinder auch in Berlin bedenkenswert hoch ist und außerdem Eltern zunehmend das Angebot von Speisen mit ökologisch erzeugten Lebensmitteln einfordern. Deshalb haben Senatsverwaltung Berlin und AOK Berlin den ÖGS mit der Erstellung eines entsprechenden Leistungsverzeichnisses beauftragt. Dies wurde erstmalig im Rahmen der Start-Up-Konferenz "Gesunde Schulverpflegung an Berliner Ganztagsschulen" am 27. Juni 2003 in den Räumen der AOK Berlin vorgestellt. "Mit dem vorgelegten Leistungsverzeichnis erleichtern wir den zuständigen Verwaltungsstellen und den betroffenen Schulleitungen die Vergabe der Verpflegungsorganisation", so Rainer Roehl, geschäftsführender Gesellschafter des ÖGS. Das Leistungsverzeichnis beinhaltet alle für eine Ausschreibung relevanten Aspekte und macht konkrete Angaben hinsichtlich der gesundheitlichen und ökologischen Qualität des Speisenangebotes. Das vorliegende Leistungsverzeichnis ist nicht allein für die Vergabe von Schulverpflegung geeignet. In abgewandelter Form kann es eine Hilfestellung für alle öffentlichen und privatwirtschaftlichen Einrichtungen sein. Infos unter Telefon: 069 / 977 819-0, Telefax: 069 / 977 819-19, www.oegs.de



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