GfK

Biermischgetränke verbuchen Wachstum dank Radler

In den ersten acht Monaten des aktuellen Jahres verzeichneten Biermischgetränke im Außer-Haus-Markt ein deutliches Plus von 7,3 %. Verantwortlich für diese positive Entwicklung bei den Bier-Mixes sind die klassischen Radler mit einem Wachstum von 15,6 %. Das teilt die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit. Eine positive Entwicklung zeigt sich in allen Gastronomietypen außer dem Biergarten, wo der schlechte Sommer seine Spuren hinterlassen hat.

Bei der Zielgruppenbetrachtung zeigen sich die höchsten Anteile für Radler bei den über 30-Jährigen, allerdings lässt sich aktuell ein überproportionales Wachstum für Radler in der jungen Zielgruppe der bis 29-Jährigen beobachten. Diese Gruppe ist insgesamt in der Gastronomie für ein deutliches Minus bei alkoholischen Getränken vorrangig im Segment der Cocktails verantwortlich, bei nicht-alkoholischen Getränken und Radler steigert sie ihren Konsum dagegen signifikant.

Offensichtlich findet bei dieser Zielgruppe momentan eine stärkere Verlagerung des Konsums von hochprozentigen alkoholischen Getränken zu weniger stark alkoholischen bzw. alkoholfreien Produkten statt.

Innerhalb des Segments der Biermischgetränke beobachtet die GfK im Haushaltskonsum einen deutlichen Trend hin zu den alkoholfreien Varianten. Dieser Trend kommt in der Gastronomie ebenfalls (langsam) voran, hat aber im Vergleich zum Haushaltkonsum bei weitem noch nicht die Bedeutung erlangt und somit sicher noch ein großes Potential im Außer-Haus-Markt. Hier sollten die Gastronomen reagieren und den alkoholfreien Biermischvarianten und speziell dem alkoholfreien Radler mehr Bedeutung beimessen, empfiehlt das Institut. Gerade die alkoholfreien Radler seien für viele Verbraucher eine echte Alternative für Wasser sowie für Schorle und Co.

Insofern sollte die Aufmerksamkeit der Konsumenten in der Gastronomie verstärkt auf diese Produktgattung gelenkt werden, beispielsweise indem sie im Umfeld anderer nicht-alkoholischer Trendgetränke auf der Getränkekarte präsentiert wird. Momentan findet man diese Produkte – wenn überhaupt - im gewohnten Bier-Umfeld, welches viele insbesondere jüngere Konsumenten tendenziell eher außer Acht lassen.

Autor: Horst Zocher Quelle: Basis: 29,2 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).

Horst.Zocher@gfk.com
www.gfk.com

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