Sommer 2014

Biermischgetränke zwischen WM und Sommerregen

Im Vorjahr konnten sich die Biermischgetränke nach den ersten acht Monaten wertmäßig gerade stabil halten. In der Menge hingegen schlug ein Minus von 4 % auf.
Neben der Hoffnung der Brauer auf einen schönen und warmen – und damit absatzstarken - Sommer wartete das Jahr 2014 mit dem Großereignis Fußball-Weltmeisterschaft auf. Ein Garant für sprudelnde Umsätze auch für Biermischprodukte?

Zum Stand Ende August fällt das Ergebnis leider ernüchternd aus. In Wert und Menge steht ein Minus von jeweils ca. 12 % zu Buche.

Der Gesamtmarkt für Getränke Außer-Haus entwickelt sich zwar auch rückläufig (hier Minus 5 % in der Menge und minus 4 % im Wert), doch neben den Spirituosen sind die Biermischgetränke klar die Verlierer im Markt. Was sind die Gründe für das wenig erfreuliche Abschneiden der Kategorie?

Zum einen gingen von der WM kaum wahrnehmbare Impulse für die Biermischgetränke aus. Auch die WM-Monate Juni und Juli liegen deutlich unter Vorjahr. Grund hierfür dürfte in erster Linie die Witterung sein. Zwar war das Wetter vor allem im Juni alles andere als schlecht. Aber die Hochsommermonate Juli und August konnten nicht mit Ihren Pendants aus 2013 mithalten. Zweistellige rote Veränderungswerte waren die Folge.

Zum anderen ist ein grundsätzliches Problem der Gattung im Außer-Haus-Markt anzumerken.

Während die Nachfrage im Haushaltskonsum – neben dem anhaltenden Trend z.B. alkoholfreies Radler als Alternative zu anderen alkoholfreien Getränken zu konsumieren – vor allem auch durch Innovationen wenigstens konstant bleibt, gelingt es derzeit weder den Innovationen noch den alkoholfreien Alternativen den Erfolg auch in die Gastronomie zu tragen. Aus Verbrauchersicht wäre es nur folgerichtig ein alkoholfreies Radler auch in der Getränkekarte im Umfeld der alkoholfreien Getränke zu platzieren. Denn genau das stellt ein solches Produkt für den Konsumenten dar: eine Alternative zu Schorle und Co.

Autor: Christian Waßmuth
Die Datenbasis ist das Online-Consumerpanel „GfK TrinkTrends“ der GfK Panel Services in Nürnberg.
Quelle:
Basis: 31,2 Mio. Privatpersonen in der Altersklasse 16-49 Jahre; Außer-Haus Konsum Getränke im Bereich Gastronomie und On-the-go (ohne Arbeitsplatz, Kantine, Schule).

christian.wassmuth@gfk.com

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