Bilanz und Ausblick nach einem Jahr LaBaracca

LaBaracca in München feiert ersten Geburtstag. Im Mai 2010 öffnete das Restaurant am Maximiliansplatz seine Pforten. Nach einem Jahr ist klar: LaBaracca hat sich in der bayerischen Landeshauptstadt sehr gut etabliert und arbeitet wirtschaftlich erfolgreich; auch dank des hohen Stammgäste-Anteils von 30-35 %, so das Unternehmen.

Auf der Pressekonferenz vor Ort am heutigen Donnerstag sprach Jason Harlan, CEO der Food Concepts Holding (Luxemburg), jener Tochtergesellschaft des milliardenschweren italienischen Investors CIR-Group, die für die LaBaracca-Gastronomie gegründet wurde.

Betrieb Nummer 2 eröffnet bereits im Juli 2011 in Düsseldorf an der Grafenberger Allee und Ende des Sommers folgt Betrieb Nummer 3 in der Hamburger Hafencity. Die neuen Standorte greifen das Konzept und das Corporate Design des Münchner Flagschiffs auf, werden jedoch an die Anforderungen und Gästestrukturen vor Ort angepasst. Um eine international erfolgreiche Marke zu etablieren, wurde das CI dahingegend überarbeitet, dass sie weltweit - auch auf dem asiatischen Markt - einsetzbar ist. Das Logo zeigt neben dem Schriftzug LaBaracca den abstrahierten Grundriss des LaBaracca in den Farben Weiß, Rot und Grün.

Die Bilanz nach zwölf Monaten am Pionier-Standort mit knapp 200 Plätzen und Lounge-Bereich: LaBaracca hat bewiesen, dass es vom Publikum angenommen wird. Dafür steht in den besten Monaten ein Nettoumsatz von rund 300.000 € bei einem Stuhlumschlag von 2,5 Mal und einem Durchschnittsbon von mehr als 20 €. Die anfängliche Umsatzerwartung von 2 Mio. € konnte nach oben korrigiert werden, so der Kommentar. Investiert wurden in München 2,3 Mio. €.

Das Restaurant gefällt Gästen wie Branchenöffentlichkeit nicht zuletzt durch sein wunderschönes Design. Der Gastraum ist in unterschiedliche Atmosphärebereiche gegliedert, den Look prägen Ziegel und Marmor, Holz und Glas, alter Parkettboden, große wie kleine Tische, Hochsitze, Bänke, wild gewürfelte Stühle. Eingestreut: antiquarische Fundstücke. Shabby Chic, italienisch aromatisiert.

Meist diskutiert wurde nicht das kulinarische Angebot, sondern eine technische Innovation: Jeder Platz ist mit einem E-Book ausgestattet. Der Gast bestellt auf elektronischem Weg. Das Essen wird von den Service-Mitarbeitern serviert, beim Verlassen des Restaurants bezahlt der Gast, was auf seine eingangs erhaltene Guest Card gebucht wurde.

Neben dem Mixed-Service bei Gerichten und Getränken gilt beim umfassenden Wein-Angebot Self-Service. Mit Hilfe der Chip-Karte können sich die Gäste am Weinregal selbst bedienen und wahlweise 1/8 l, ¼ l oder einen Probierschluck (4 cl) zapfen. Ein wesentliches Element des LaBaracca-Konzeptes.

Pünktlich zur Sommerzeit wird nun die neue Terrasse mit mehr als 200 Sitzplätzen in Betrieb genommen. Die Tische sind wie im Inneren Spezialanfertigungen mit den nötigen Anschlüssen und Halterungen für die E-Books. Die neueste Generation des elektronischen Bestellsystems ist mit Solarzellen ausgestattet und verfügt über eine ausgeklügelte Spiegeltechnik, damit sich die Helligkeit des Displays der Sonneneinstrahlung anpasst. Die Gäste können somit jederzeit die Speisekarte problemlos lesen.

Die Technik ist nicht nur ein innovatives Tool mit viel Infotainment-Potenzial, sondern auch eine Arbeitserleichterung für die Service-Mitarbeiter und soll Kosten sparen: die Speisekarte der digitalen Zeit.

Stammgäste und solche, die es werden wollen, können auf der neuen LaBaracca Bonus-Karte Punkte sammeln. Diese 'I-Punti' können gegen die zum Verkauf stehenden italinischen Produkte eingelöst werden. Das Sortiment an Delikatessen, Weinen und Designartikeln soll im Laufe des Jahres noch erweitert werden. Abholbereit stehen die bestellten Artikel (online oder über das E-Menu) an der Kasse.

Unternehmerisch ist LaBaracca heute in der Hand des italienischen Konzerns CIR. Erfunden und in der Erstversion installiert hat das Konzept Mark Korzilius, der bereits Vapiano entworfen hat und längst wieder bei einer nächsten Restaurant-Idee ist, die voraussichtlich schon im Herbst 2011 in Hamburg an den Start gehen wird.

www.labaracca.eu




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