Bio-Kost im Kommen

Europa ist weltweit größter Absatzmarkt für Bioprodukte. Bis zum Jahr 2005 wird nach Einschätzung des Schweizer Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FIBL) der Anteil an Biolebensmitteln am Gesamtmarkt zwischen fünf und zehn Prozent liegen. Ähnliche Zahlen hat die World Trade Organization (WTO) 1999/2000 veranschlagt. Gesteigertes Qualitätsbewusstsein der Verbraucher, bessere Verfügbarkeit breiterer Sortimente sowie zusätzliche Sensibilisierung durch Lebensmittelkrisen auch im herkömmlichen Lebensmittelhandel tragen zur wachsenden Attraktivität von Bio-Lebensmitteln bei. Um dem Verbraucher mehr Sicherheit im Umgang mit Bioprodukten zu geben und den Absatz weiter zu fördern, haben sich die deutsche Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, der Einzelhandel, die Lebensmittelindustrie und die Ökolandbau-Verbände auf die EU-Standards als Grundlage für ein neues Bio-Garantie-Siegel geeinigt. Das einheitliche Zeichen soll dem Verbraucher eindeutig signalisieren, dass es sich wirklich um geprüfte Bio-Qualität handelt. Damit soll ein entscheidendes Kaufhindernis beseitigt werden: Bei mehr als 160 verschiedenen Bio-Auslobungen fällt dem Verbraucher die Orientierung schwer.

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